Vergewaltigung in Zelle: Killer erneut vor Gericht

Phillip K. soll in Stein einen Mithäftling vergewaltigt haben..
Phillip K. soll in Stein einen Mithäftling vergewaltigt haben..Bild: Daniel Schreiner, Helmut Graf

Phillip K. (31), der am 2. Juli 2010 Studentin Steffi K. (21) mit 200 Stichen getötet hatte, soll im Häfen Stein einen schlafenden Mithäftling vergewaltigt haben.

Wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person muss sich Ex-Jus-Student und Studentinnenkiller Phillip K. (31) am 12. Juni 2019 am Landesgericht Krems vor einem Schöffensenat verantworten. Der 30-Jährige soll laut Anklage über einen schlafenden Mithäftling hergefallen sein.

Das schlummernde Opfer war zum Tatzeitpunkt auf Substitol (Anm.: Drogenersatzstoff; retardiertes Morphin) und dadurch laut Anklage willenlos. Das Opfer leidet seither an einer depressiven Verstimmung in Form einer depressiven Anpassungsstörung. Der Fall hatte sich bereits am 27. März 2018 ereignet. Phillip K. wurde danach in die Justizanstalt Garsten verlegt.

200 Messerstiche

Rückblick: Der damals 22-jährige Jus-Student Phillip K. hatte im Juli 2010 seine Ex-Freundin Stefanie P.(21) in einer Wohnung in Wien-Hietzing erstochen (rund 200 Stiche) und zerstückelt. Der Jus-Student wurde 2011 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen (nach §21/2, also nicht zurechnungsunfähig). Ein Wiederaufnahmeantrag wurde 2016 vom Landesgericht Wien abgewiesen ("Heute" berichtete).

In zwei Monaten muss Phillip K. wegen Missbrauches einer wehrlosen Person in Krems auf die Anklagebank. Dabei beantragte der Staatsanwalt erneut eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher (wieder nach § 21/2, weil neues Verfahren).

Wie berichtet war auch im Jänner 2019 ein Vergewaltigungsfall im Gefängnis Stein angezeigt worden. Der mutmaßliche Täter war auf eigenen Wunsch in die Zelle des Opfers verlegt worden.

(Lie)

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