Niederösterreich

Verheiratete Frau betrog als "Single" Staat um 47.000 €

Eine 28-jährige Ehefrau hatte im Mindestsicherungs-Antrag "ledig" angegeben, kassierte über 47.000 Euro zuviel an Sozialhilfe. 
05.11.2020, 19:51

Eine in Österreich geborene Serbin musste wegen Betruges und Diebstahles in St. Pölten auf die Anklagebank.

Die Frau hatte mit ihrem zweiten Ehemann in Serbien gelebt, die Beziehung lief nicht gut, also zog sie zurück zu den Eltern in den Bezirk Tulln. Beim Antrag der bedarfsorientierten Mindestsicherung kreuzte die noch verheiratete Frau „ledig“ an. So kassierte sie über mehrere Jahre über 47.000 Euro zuviel an Sozialhilfe.

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Bei Diebstahl aufgeflogen

Erst im Jahr 2019 flog sie schließlich auf, nachdem sie mehrmals mit Familienmitgliedern Elektrogeräte in Altstoffsammelzentren gestohlen hatte. In akribischer Ermittlungsarbeit wertete die Polizei damals die Bänder der 21 Überwachungskameras aus. Denn zum damaligen Zeitpunkt waren drei verschieden Banden auf die Altwaren heiß – schlußendlich wurde die 28-Jährige identifiziert, kontrolliert und dabei stieß man auf die zu hohe Mindestsicherung.

Beim Prozess beteuerte die Angeklagte: „Ich habe das nicht gewusst und den Antrag nicht genau gelesen.“ Zu den Diebstählen meinte sie: „Ich nur war Dolmetscherin und half beim Tragen.“

"Zahle alles retour"

Abschließend beteuerte sie auch: „Ich zahle alles zurück dann. Die Scheidung ist bald durch und die Mindestsicherung – diesmal in der richtigen Höhe – ist beantragt.“ Das Urteil: 16 Monate bedingte Haft (nicht rechtskräftig)