Oberösterreich

Verletzter Kauz "fliegt" selbst ins Spital

Im Innviertel hatte sich ein Kauz verletzt. Das kluge Tier "flog" daraufhin selbst ins Spital nach Ried. 
17.09.2020, 15:33

Da hatte ein Vogel sein "Navi" richtig eingestellt. Verletzt steuerte der Waldkauz nämlich genau das Gelände des Rieder Krankenhauses an. Dort wurde er dann von Mitarbeitern des Spitals entdeckt. Er konnte zwar nicht vor Ort verarztet werden, allerdings verständigten die Angestellten die OÖ Tierrettung.

In eine Schachtel gepackt wurde der Kauz dann bis nach Pucking (Bez. Linz-Land) gefahren und dort an die Mitarbeiter der Tierrettung übergeben. Der Vogel hatte zwar äußerlich keine ersichtlichen Verletzungen, wirkte aber sehr geschwächt.

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Somit ging es für den gefiederten Patienten weiter zum Greifvogelhof Feyregg nach Pfarrkirchen bei Bad Hall (Bez. Steyr-Land). Falkner und Experte Rene Hofer-Hörndler (46) hat sich sofrt um das Tier angenommen. "Der Vogel hatte Gleichgewichtsstörungen. Ich dachte zunächst an eine Vergiftung. Das hat sich aber nicht bestätigt. Das Tier weist auch keine Brüche auf", so der 46-Jährige im "Heute"-Gespräch.

Der Vogel wurde vorerst in einer Voliere am Hof mit anderen Käuzen untergebracht. In den nächsten Tagen wird er gründlich vom Tierarzt durchgecheckt. Laut Hofer-Hörndler konnte sich das Tier Prellungen durch einen Sturz zugezogen haben. Für den Vogel-Experten steht fest: "Solange der Kauz nicht selbst fliegt und eigenständig Nahrung erbeutet, kann ich ihn nicht in Freiheit entlassen." 

Somit bleibt der "Spitals-Kauz" vorerst weiterhin am Greifvogelhof.