Gift-Torte im Häfen: Arzt soll Kollegen gestalkt haben

In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen einen Gefängnisarzt.
In Korneuburg (NÖ) laufen Ermittlungen gegen einen Gefängnisarzt.Daniel Schreiner, Kosmo - Montage: heute.at
Die unfassbare Geschichte rund um einen Gefängnispsychiater aus NÖ ist um ein Kapitel reicher: Der Mediziner soll einen Kollegen regelrecht bedrängt haben, dieser stellte aus Furcht eine Kamera auf – und der Psychiater tappte in die Falle. 

Jahrelang war ein Gefängnispsychiater abends aus einem Häf'n in Niederösterreich wieder hinausspaziert, doch jetzt sitzt der Arzt selbst hinter Schloss und Riegel – mehr dazu liest Du hier.

Der junge Mediziner soll den Kollegen bedrängt haben. Das Opfer hatte sich vorausahnend und aus Angst sogar eine Überwachungskamera an seinem Haus und in der Garage installieren lassen.

Psychiater tappte in Videofalle

Und genau in diese Videofalle soll der beschuldigte Häf'n-Psychiater getappt sein. Offenbar aus Enttäuschung oder Rache soll er dem Mann die Reifen aufgestochen haben.

Noch schwerer als der Vorwurf der Sachbeschädigung wiegt jener der absichtlich schweren Körperverletzung: Denn wie berichtet, soll der Psychiater auch eine mit Medikamenten versehene Torte in die Justizanstalt mitgebracht haben (Anm.: übrigens das Mitbringen von Mehlspeisen war nicht außergewöhnlich, er brachte öfters Süßes mit). Mehrere Mitarbeiter erlitten Vergiftungssymptome, ein Mediziner musste sogar ins Spital. Und erst im Wiener AKH schöpfte man Verdacht und stellte die Medikamentenvergiftung fest - der junge Arzt geriet daraufhin ins Visier der Ermittler.

Seit der Festnahme am Freitag sitzt der Arzt in Korneuburg in Untersuchungshaft, für den Mediziner gilt die Unschuldsvermutung.

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