Seit 1. Juni führt Knipping, der jahrelang bei Borussia Dortmund aktiv war, die finanziellen Geschickte der Hütteldorfer, konnte in dieser Funktion auch gleich ein kleines Bilanz-Plus ankündigen. "Wir haben den Wirtschaftsprüfer im Haus, wir werden ein positives Jahresergebnis verkünden. Kein großes, aber ein positives. Der Klub ist solide aufgestellt", so der Deutsche bei "Sky".
Und schob gleich hinterher: "Die Transfers, die wir getätigt haben, zeigen, dass wir uns auch ohne große Transfereinnahmen auf dem Transfermarkt bewegen konnten." Knipping betonte, dass insgesamt mehr als zwei Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben wurden. "Wir konnten uns bewegen, ohne einen Euro einzunehmen, das zeigt, dass wir die Kraft haben, tätig zu werden."
Angesprochen auf Berichte, dass Knipping plane, Vermarktungsrechte der Hütteldorfer an die Agentur Sportfive abzugeben, erklärte der 58-Jährige, dass es bereits eine Partnerschaft mit der Agentur gibt. "Das Vertragsverhältnis mit Sportfive besteht bereits seit letztem Jahr im Sommer", ließ Knipping aufhorchen. "Es ist ein laufender Vertrag, der vonseiten Rapids nicht so gelebt wurde, wie Sportfive sich das vorgestellt hat. Es gab im Frühjahr Gespräche, als ich noch nicht in Amt und Würden war. Ich habe mich dann in die Gespräche eingeschaltet, weil ich die handelnden Personen kenne", gab der grün-weiße Wirtschaftsvorstand Einblicke in die Verhandlungen. Der Deal soll laut "Krone" drei Millionen Euro für die Hütteldorfer bringen, dafür müssten bis zu 20 Prozent der Einnahmen durch Partner abgetreten werden. Vergleichbare Abkommen sind durchaus üblich, so auch bei Knippings Ex-Klub Dortmund.
Ein heikles Thema bei Grün-Weiß ist stets die Hereinnahme von Investoren, wie es auch Präsidiumsmitglied Michael Tojner bereits ansprach. "Kategorisch ausschließen kann man im Sport nie etwas", untermauerte Knipping, stellte aber klar: "Wenn wir uns auf unsere eigenen Kräfte konzentrieren, ist das im Augenblick kein Thema für uns."