Österreich

Vermisste Fischer - Hoffnung schwindet

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:21

Seit Sonntagabend werden auf dem Bodensee zwei Fischer aus Vorarlberg vermisst. Die beiden Männer waren nicht wie üblich am Abend an Land zurückgekehrt. Eine bis in die Nacht andauernde international organisierte Suchaktion blieb ohne Erfolg und wurde Montag bei Tagesanbruch fortgesetzt - wenig später wurde das Boot der Fischer gefunden.

Bei den Vermissten handelt es sich um einen 31 Jahre alten Mann aus Gaißau und einem 35-Jährigen aus Höchst (beide Bezirk Bregenz). Sie waren mit einem ausgeliehenen Motorboot angeblich Richtung Arbon (Schweiz) - Langenargen-Kressbronn (Deutschland) auf den Bodensee hinausgefahren. Gegen 19.00 Uhr erstatteten Angehörige Vermisstenanzeige. Trotz mehrmaligere Versuche konnten die beiden Männer nicht an ihren Handys erreicht werden, der letzte telefonische Kontakt war um 16 Uhr.

Am Sonntagnachmittag galt Sturmwarnung für den östlichen Teil des Bodensees. Es wurde internationaler Seenotalarm ausgelöst, an dem sich Suchmannschaften, Einsatzboote und Hubschrauber aus allen drei Anrainerstaaten beteiligten. Als die Suche um 1.10 Uhr vorerst abgebrochen wurden, fehlte jede Spur von den beiden Männern und dem Boot. Die Suche wurde am Montag um 7.30 Uhr wieder aufgenommen.

Boot wurde gefunden

Die Einsatzkräfte haben am Montagvormittag das Boot der beiden Männer entdeckt. Die Gondel wurde zwischen Salzmann-Hafen und Rheinmündung aufgefunden, von den beiden Vermissten fehle jedoch weiter jede Spur, hieß es gegen 9.40 Uhr vonseiten der Einsatzzentrale der Wasserrettung. Derzeit werde das Boot untersucht, um Aufschluss darüber zu erhalten, was passiert sein könnte.

Bei dem Boot trieben Angelzeug, ein GPS-Sender und auch die Schwimmwesten im Wasser herum. Da dieses derzeit etwa fünf Grad hat, sind die Überlebenschancen sehr gering. Trotzdem geben die Suchmannschaften die Hoffnung nicht auf.

Die internationale Suchaktion, die gegen 7.30 Uhr wieder aufgenommen wurde, laufe unvermindert weiter. Einsatzkräfte aus allen drei Bodensee-Anrainerländern seien beteiligt, sie suchten ein weiträumiges Gebiet von der Bregenzer Bucht zum Alten Rhein bis hin zur Gegend um das deutsche Nonnenhorn (Baden-Württemberg) nach den beiden Vermissten ab. Die Suche konzentriere sich nun auf den Bereich, wo das Boot gefunden wurde. Dort wird der Schilfgürtel von den Helfern zu Fuß durchkämmt.

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