Seit acht Wochen wird der aus Graz stammende Anton Koschuh vermisst. Seine Spur verlor sich in Hamburg. Zwei Zeugenaussagen, die den Naturforscher im Bereich des Naturschutzgebiets Grünes Band gesehen haben wollen, lassen die Familie wieder hoffen.
Seine Spur verlor sich in Hamburg. Zwei Zeugenaussagen, die den Naturforscher im Bereich des Naturschutzgebiets „Grünes Band“ gesehen haben wollen, lassen die Familie jetzt wieder hoffen.
Anton Koschuh ist am 22. Juli in Hamburg plötzlich verschwunden - jede Spur.
Jetzt lassen zwei Zeugenaussagen aufhorchen: Ein Zeuge will den Grazer im europäischen Naturschutzgebiet "Grünes Band" entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs gesehen haben. Für die Familie durchaus möglich, denn Koschuh stehe mit dem Gebiet als naturverbundener Wissenschaftler in enger Verbindung. In einem der letzten Telefonate habe er laut Bruder Hans etwas in diese Richtung anklingen lassen. Die jüngste Sichtungsmeldung sei erst wenige Tage alt und stamme aus Steyeregg in Oberösterreich: "Es wäre eine gedachte Linie, dort wo das Grüne Band, der Grenzübergang Österreich berührt und wenn man dort eine Linie in Richtung Graz zieht, dann wäre dort Steyeregg."
Eine Frau will Anton Koschuh vor wenigen Tagen an einer norditalienischen Autobahn-Raststätte gesehen haben. Das passe zwar nicht mit dem Grünen Band zusammen, sehr wohl aber mit einem anderen beruflichen Betätigungsfeld seines Bruders, so Hans Koschuh.
Gedächtnis-Verlust?
Möglich wäre für die Familie, dass der Vermisste einen kurzfristigen Aussteiger-Entschluss gefasst oder ein Burn Out mit Gedächtnis-Verlust erlitten haben könnte. Bruder Hans Koschuh sind derartige Fälle bekannt: "Es ist durchaus möglich, dass mein Bruder das Gedächtnis verloren hat und bestimmte Ziele aus der Vergangenheit ansteuert. Das könnten ehemalige Wohnadressen oder berufliche Wirkungsstätten sein."