Vermisster tot auf über 3.000 Metern Höhe entdeckt

Die Hohenwartscharte am Großglockner
Die Hohenwartscharte am GroßglocknerLPD Kärnten
Der seit drei Tagen vermisste Alpinist am Großglockner wurde in dem Morgenstunden tot aufgefunden.

Der 65-jähriger Alpinist aus Slowenien wollte am 28. Juli vom Parkplatz der Franz-Josef-Höhe am Großglockner hinauf zur auf 3.454 Höhenmetern gelegenen Erzherzog-Johann-Hütte steigen. Als er nicht zurückkehrte, erstatte seine Tochter tags darauf um 23 Uhr eine Abgängigkeitsanzeige.

Noch in derselben Nacht fand ein erster Suchflug mit einem Polizeihubschrauber statt, leider ohne Ergebnis. Morgens gab es dann eine Suchaktion unter Beteiligung des Polizeihubschraubers, Einsatzkräften der Bergrettung Heiligenblut und der Alpinen Einsatzgruppe. Diese musste gegen 15.30 Uhr aufgrund des eintretenden Schlechtwetters eingestellt werden und wurde am 31. Juli fortgesetzt.

Am Samstagfrüh war es auch, als der Betreiber einer Almhütte auf dem Großglockner der Polizeiinspektion Heilgenblut Anzeige erstattete, dass im Bereich der Hohenwartscharte, in einer Seehöhe von rund 3.100 Metern, ein Rucksack und ein Eispickel gefunden wurde.

Falsche Richtung gewählt

Eine Stunde später konnten Bergretter der Bergrettung Heiligenblut den Gesuchten Alpinisten leblos auffinden. Der Mann dürfte am 28. Juli beim Aufstieg von der Salmhütte aufgrund der am 28.07. vorherrschenden schlechten Witterung (Regen, Nebel, Graupelschauer) in der Hohenwartscharte fälschlicherweise in Richtung Osten dem Grat gefolgt sein. Dort geriet er in steiles Felsgelände, stürzte ab und blieb am Hofmannskees liegen.

Auf Grund der schlechten Witterung konnte die Leiche des Mannes bisher nicht geborgen werden. Die Erhebungen am Unfallort wurden von der Alpinpolizei Spittal/Drau mit Unterstützung des Hubschraubers der Flugpolizei Klagenfurt durchgeführt.

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