Fussball

Vermögen bei Mama – Fußball-Star trickst Ex-Frau aus

Fußball-Star Achraf Hakimi und die spanische Schauspielerin Hiba Abouk lassen sich scheiden. Die Schwiegermutter spielt dabei eine bedeutende Rolle.
20.04.2023, 12:28
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Vom Rosenkrieg zum Juristenfutter: Hiba Abouk, die Frau von Marokkos WM-Helden und PSG-Star Achraf Hakimi, will sich scheiden lassen. Eine lukrative Scheidung für die Spanierin? Mitnichten. Als die 36-Jährige das halbe Vermögen des Außenverteidigers erkämpfen will, soll sie gemerkt haben, dass Hakimi seine Assets (circa 70 Millionen Euro) und seinen fürstlichen PSG-Lohn (rund 13 Millionen Euro jährlich) über den Namen seiner Mutter laufen lässt. So lautet jedenfalls die Geschichte, die seit Tagen viral geht. Aber erstmal der Reihe nach.

Scheidung nach Vergewaltigungsvorwurf

Anfang März wird Hakimi mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Während Abouk mit den zwei gemeinsamen Kindern im Urlaub weilte, soll der 24-Jährige eine gleichaltrige Frau im eigenen Haus vergewaltigt haben. Diese erstattet zwar keine Anzeige, wegen der Schwere der Vorwürfe muss er sich dennoch vor Gericht verantworten. Ehefrau Abouk reichte umgehend die Scheidung ein.

Wenig später aber dementierte sie einen Zusammenhang mit dem laufenden Verfahren: "Tatsache ist, dass der Vater meiner Kinder und ich vor einiger Zeit nach reiflicher Überlegung den Entschluss gefasst haben, unsere Beziehung zu beenden – lange vor den Ereignissen, in die ich in den Medien verwickelt wurde", schrieb sie in einer Instagram-Story.

Hat Hakimi sein Vermögen bei Mama parkiert?

Im Zuge der Scheidung wollte Abouk – sie selbst eine bekannte Schauspielerin – die Hälfte des Vermögens Hakimis für sich beanspruchen. Nur: Das ist nichts. Der ehemalige Inter-, Real- und BVB-Star lässt seine Finanzen über den Namen seiner Mutter laufen, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten aus Frankreich, Spanien und Marokko.

Die Mutter, da war doch was? Genau. Mutter Saida Mouh und Hakimi sorgten während der WM für viel Gänsehaut, als der pfeilschnelle Spieler nach dem Achtelfinal-Sieg gegen Spanien sofort zu seiner Mutter auf die Tribüne eilte, um sich abknutschen zu lassen.

Hakimi wird in der Männerwelt gefeiert

Eine ganze Weile, nach dem die Geschichte erstmals durch die französische Klatschpresse wandert, nimmt Abouk Stellung. "Denkt daran, dass man nicht alles im Leben kontrollieren kann", ließ sie sich zitieren. Man könne aber kontrollieren, wie man reagiert.

Während Abouk also viel Kryptisches und wenig Konkretes von sich gibt, wird Hakimi von Abertausenden Männern für seinen Finanztrick gefeiert. "Für mich ganz klar der Mann des Jahres", schreibt ein User auf Twitter und erntet dafür viel digitale Zustimmung. "Die Frau ist eine Diebin", oder "der Junge ist smart" lauten nur zwei von unzähligen Reaktionen – hauptsächlich von männlichen Usern.

Dazu gepostet wird ein Video, wie Hakimi an einem Fest mit seiner Mutter tanzt. Dazu die ironische Bemerkung: "So tanzen die beiden nach der Gerichtsverhandlung." Aber es gibt auch kritische Stimmen.

Fake News? Juristisch ist das kaum realistisch

Dann die vorläufige Wende: Der französische Sportjournalist Gilles Verdez bezeichnet die ganze Geschichte als «Fake News». Praktisch gleichzeitig erklärt der Sorbonne-Professor Omar El Adlouni, dass das Hakimi-Manöver juristisch gar nicht möglich sei. 20 Minuten hat beim französischen Juristen Arthur Loye nachgefragt.

Dieser bestätigt die Aussage El Adlounis mit einer detaillierten juristischen Abhandlung. Die Kurzfassung: Grundsätzlich ist es entscheidend, unter welchem Güterstand die beiden stehen (Gütertrennung, Errungenschaftsgemeinschaft oder universelle Gemeinschaft). Welcher Stand hier zutrifft, ist unbekannt.

So oder so gibt es aber zwei Szenarien: Entweder hat Hakimi sein ganzes Vermögen vor der Scheidung bereits an die Mutter überwiesen, worüber die Noch-Ehefrau von Gesetzes wegen Bescheid gewusst und Hakimi eine Schenkungssteuer von bis zu 45% bezahlt hätte. Oder aber er hat dies nach der Scheidung gemacht, was höchst illegal ist und womöglich gar eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen kann.

Ähnliches gilt für den Lohn: Entweder hatten die beiden keinen Ehevertrag unterschrieben, wobei alles Einkommen aus der gemeinsamen Zeit (Errungenschaftsgemeinschaft) aufgeteilt würde. Oder es gibt einen Ehevertrag, worüber Abouk notwendigerweise Bescheid wüsste. Es stellt sich allerdings die Frage, ob bei der Scheidung überhaupt französisches Recht zum Tragen kommt.

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