Doktor (56) soll mit Avocado verprügelt worden sein

Die angebliche Tatwaffe: Eine Avocado
Die angebliche Tatwaffe: Eine AvocadoGetty Images/iStockphoto
Ein Akademiker (56) gab bei der Polizei an, von einem Mann mit einer Avocado verprügelt worden zu sein. Die "Wunden" malte er mit Lippenstift auf.

Es gibt Geschichten, die kann man nicht erfinden, die schreibt das Leben einfach besser: Ein 56-jähriger Doktor und Diplomingenieur aus Wien war im Clinch mit einem seiner Mieter gelegen. Denn angeblich hatte der Asiate Rückstände bei den Zahlungen.

Schlag mit Avocado

Bei einer Aussprache im Shop des Asiaten soll es dann zum handfesten Eklat gekommen sein. Der Geschäftsbetreiber soll den Ägypter mit einer „Alligatorbirne“ und den Fäusten geschlagen haben.

Die Polizei kam zum Tatort, konnte keine äußerlichen Verletzungen feststellen, nahm aber die Anzeige wegen Körperverletzung auf.

"Wunden" mit Lippenstift "zugefügt"

Um den Vorwürfen Nachdruck zu verleihen, soll der Doktor in die Trickkiste gegriffen haben, allerdings nicht allzu tief: Er schickte den Ermittlern Fotos von den „Verletzungen“ an Stirn und Händen, aufgemalt mit rotem Lippenstift.

Die Erheiterung bei den Beamten war nur von kurzer Dauer, die Polizei zitierte den 56-Jährigen schließlich zur Einvernahme aufs Revier. Dort blieb der honorige Doktor dabei: „Ich wurde mit einer Avocado und Fäusten geschlagen und verletzt.“

Anklage gegen Doktor

Den ermittelnden Beamten kam die Geschichte von der Frucht-Attacke faul vor, die Polizisten informierten die Staatsanwaltschaft, die nun Anklage wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage erhob.

Nun braucht der Doktor selbst anwaltlichen Beistand: „Er hat mit dem roten Lippenstift die nicht gut sichtbaren Verletzungen markiert“ so dessen Anwalt Florian Höllwarth. In zwei Wochen kommt es am Wiener Landl zum Showdown bzw. Prozess. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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