Verprügelter Radfahrer jetzt von Polizei befragt

Nach der Brutalo-Attacke eines Busfahrers der Linz-Linien wurde am Mittwoch erstmals der verprügelte Radfahrer von der Polizei befragt.
Dienstagabend meldete sich der zuständige Beamte beim betroffenen Radfahrer (48). Tags darauf machte dann der 48-jährige Türke bei der Polizeiinspektion seine Aussage zu der Brutalo-Attacke eines Linzer Busfahrers.

Ein Autofahrer filmte mit dem Handy, wie ein Chauffeur der Linz-Linien bei der Haltestelle Franckstraße vergangenen Woche mehrmals auf einen Radfahrer einschlug (wir berichteten).

Laut Linz AG rechtfertigte sich der rabiate Busfahrer damit, er sei wüst beschimpft und bespuckt worden. Deswegen sei er so ausgerastet.

CommentCreated with Sketch.6 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Er war sich seines Fehlers auch bewusst. Der Busfahrer, der seit zweieinhalb Jahren bei den Linz AG Linien beschäftigt ist und bislang als besonnen und verlässlich galt, drücke sein tiefstes Bedauern aus. Er sei sich seiner Schuld bewusst und hätte die Nerven verloren, was ihm sehr Leid tue, hieß es schon vergangene Woche in einer Aussendung der Linz AG.

Der Türke schilderte den Vorfall etwas anders. Er gab zwar zu, mit dem Lenker in Streit geraten zu sein, gespuckt haben will er aber nicht.

Radfahrer wollte sich mit Fahrradschloss wehren



Zunächst war stets die Rede davon, der Radfahrer hätte nach der Attacke die Fahrradkette aus der Verankerung gerissen und sei danach Richtung Busfahrer gestürmt. Das stimme laut dem 48-Jährigen aber nicht. Wie die Polizei berichtet, habe es sich um eine Fahrradschloss gehandelt.

Und dies habe er nur deshalb zur Hand genommen, da er glaubte, der Busfahrer würde aus dem Bus einen Gegenstand holen, um auf ihn damit einzuschlagen.

Fakt ist hingegen: Der Radfahrer hat durch den Angriff Verletzungen davongetragen. Er muss nun mit einem ärztlichen Attest erneut die Polizei aufsuchen und wird dann Anzeige erstatten.

Auch der Buschauffeur, der bereits entlassen wurde, hat mittlerweile bei der Polizei ausgesagt. Er habe laut Polizei aber nur zugegeben, dem Radfahrer "eine Ohrfeige verpasst zu haben". Bevor der Abschlussbericht an die Staatsanwalt gehe, sollen noch weitere Zeugen befragt werden.



(mip)

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