Es ist der mittlerweile 16. Tag des Kriegs in der Ukraine. Der Angreifer Russland wird unterdessen wirtschaftlich immer weiter abgeschnitten – für Österreich auch ein Problem, denn der hiesigen Finanzwelt schuldet Putin noch mehrere Milliarden Euro. Anders ist die Lage für die Ukraine: Sie hat einen Antrag auf Aufnahme in die EU gestellt.
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Dieses EU-Beitrittsgesuch sorgt im Schloss Versailles für heftige Diskussionen. Dort findet dieser Tage ein EU-Gipfel der 27 Regierungschefs statt. Auch um weitere Sanktionen gegen Russland soll es beim zweitägigen Treffen gehen. Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer war dazu im Ö1-Morgenjournal zu Gast.
Seitens der EU gab es klar das Commitment, dass die Ukraine ein wichtiges, europäisches Land ist, resümiert Nehammer. Es wurde eindeutig bestimmt, dass der Beitritt ein klares Ziel ist. Es müsse aber auch gesagt werden, dass das ein langer Prozess ist. Die Gespräche mit Russland waren nur nebensächlich Thema der Gespräche.
Hier sei Nehammer dankbar, dass Macron und Scholz hier nach wie vor Gespräche mit Putin führen. "Natürlich ist das ein mühsamer Prozess." In einem erneuten Gespräch mit Kiews Bürgermeister Klitschko sei der Widerstand ein weiteres Mal bekräftigt worden. "Wir wissen leider nicht, wie der Krieg ausgeht."
Angesichts der angespannten sozialen Lage in Österreich, mit den steigenden Energiepreisen und den Flüchtlingsströmen, müsse man Überzeugung leisten. Alle in der EU nehmen das sehr ernst, "wir beobachten die Lage sehr genau".
Unter Umständen braucht es neue Maßnahmen, um die Teuerung zu stoppen. Nach Corona müsse man nun mit dem Ukraine-Krieg "wieder in den Krisenmodus gehen".