Im Qualifying, das gleich fünfmal mit einer roten Flagge unter- beziehungsweise abgebrochen werden musste, behielt der Niederländer die Nerven, setzte sich mit 1:27,999 vor dem WM-Führenden Charles Leclerc im Ferrari (+0,779) und dem McLaren-Piloten Lando Norris (+1,132) durch. Verstappens Teamkollege Sergio Perez wurde Siebter (+1,809).
Es war die 14. Pole Position in der Karriere des Niederländers, die erste in der laufenden Saison.
Carlos Sainz musste das Qualifying nach einem Crash bereits im zweiten Abschnitt beenden. Der Spanier verlor in der zweiten Rivazza-Kurve das Heck seines Ferraris, schlitterte ins Kiesbett und blieb stecken. Die Rennleitung schwenkte zum zweiten Mal im Qualifying die rote Flagge. Zuvor wurde das Zeittraining bereits nach einem Reifenplatzer von Williams-Pilot Alexander Albon unterbrochen. Sainz wird den Sprint von Rang zehn aus in Angriff nehmen.
Auch nach den Abflügen von Haas-Pilot Kevin Magnussen und Alfa-Romeo-Fahrer Valtteri Bottas schwenkte Rennleiter Niels Wittich die rote Flagge. Beide Ausritte liefen glimpflich ab, der Däne konnte sich sogar selbst aus dem Kiesbett befreien. Nachdem auch Norris im Kiesbett stecken blieb, wurde die Session zum fünften Mal unterbrochen und nicht wieder gestartet.
Lewis Hamilton erlebte neuerlich ein Qualifying-Debakel, wird den Sprint am Samstag vom 13. Startplatz aus in Angriff nehmen. Der britische Mercedes-Pilot war eines der "Opfer" des Sainz-Crashs im zweiten Qualifying-Abschnitt. Während der Bergungsarbeiten setzte Regen ein. Dadurch waren keine schnelleren Zeiten mehr möglich. Auch sein Teamkollege George Russell schied als Elfter aus.
Erstmals in der laufenden Saison wird ein Sprintrennen am Samstag gefahren. Der Ausgang dieses über 21 Runden laufenden Rennens ergibt schließlich die Startaufstellung für den Großen Preis am Sonntag. Das Qualifying ergibt nun die Startreihenfolge für den Sprint.