Verstappen-Papa schießt gegen Mercedes-Boss Wolff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff verliert die Nerven. Max Verstappen will Lewis Hamilton vorbeilassen, der rechnet damit nicht, fährt ihm ins Auto. Mercedes ist sich sicher: Kalkül von "Mad Max".
Mercedes-Teamchef Toto Wolff verliert die Nerven. Max Verstappen will Lewis Hamilton vorbeilassen, der rechnet damit nicht, fährt ihm ins Auto. Mercedes ist sich sicher: Kalkül von "Mad Max".ServusTV
Jos Verstappen platzt vor dem WM-Showdown seines Sohnes Max der Kragen. Er hat mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff gebrochen.

Zwischen Mercedes und Red Bull fliegen die Funken. Auf der Strecke, weil sich Lewis Hamilton und Max Verstappen in die Quere kommen. Auch neben der Strecke wird der Ton eine Woche vor dem Finale in Abu Dhabi immer rauer.

Hamilton und Verstappen gehen punktegleich ins letzte Saisonrennen (12. Dezember).

Red-Bull-Boss Helmut Marko fühlte sich von der Rennleitung unfair behandelt, diese Messe mit zweierlei Maß. "So kann das nicht weitergehen." Sein österreichischer Landsmann Toto Wolff, Teamchef bei Mercedes, rastete an der Box aus, als Verstappen seinen Schützling Hamilton auffahren ließ, beschwert sich wie der Brite selbst über die Fahrweise des WM-Widersachers.

Jetzt mischt sich auch Jos Verstappen in die Nervenschlacht um die Weltmeisterschaft ein. Der Vater von Max und ehemalige Formel-1-Pilot zeigt sich menschlich von Wolff enttäuscht.

Papa Verstappen plaudert zwischen den Zeilen aus, dass sein Sohn sogar mit einem möglichen Wechsel zu den Silberpfeilen geliebäugelt hatte. Verstappen sen. und Wolff hätten ein gutes Verhältnis zueinander gepflegt. Dann kam Silverstone.

Auf der Insel schoss Hamilton Verstappen von der Strecke, siegte. Während der Niederländer im Spital durchgecheckt wurde, jubelte der Brite mit Mercedes über den Sieg. Zu ausgelassen, wenn es nach Jos Verstappen geht.

"Ich hätte nicht gedacht, dass Toto so ist." Jos Verstappen über Mercedes-Boss Wolff

Der 49-Jährige sagt: "Ein Fahrer war im Krankenhaus, und die haben auf dem Podium gejubelt, als wären sie gerade Weltmeister geworden."

Er ist menschlich enttäuscht, wie er in der "Daily Mail" klarmacht: "Ich hätte nicht gedacht, dass Toto so ist. Aber da habe ich einen anderen Wolff kennengelernt. Er hat keinerlei Kontakt aufgenommen, keine Nachricht geschickt, nichts. Dabei hatte er im neuen Jahr schon mit uns gesprochen. Ich sage nicht, dass er Max rüberholen wollte. Aber formulieren wir es so: Wir hatten bis Silverstone ein gutes Verhältnis."

Jetzt herrscht Sendepause zwischen den beiden Parteien. Der Kampf um die WM hat die Beziehung zwischen Verstappen und Wolff vergiftet.

So stellt der Ex-Rennfahrer nun klar: "Max hat einen Vertrag bis Ende 2023. Ich hoffe aber, dass er bis zum Ende seiner Karriere bei Red Bull bleiben kann. Er ist glücklich in diesem Umfeld. Und wir haben ein gutes Verhältnis zu Christian (Horner, Teamchef) und Helmut (Marko)."

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