Der Red-Bull-Star kommt mit 116 Punkten Vorsprung auf seinen Ferrari-Rivalen Charles Leclerc zum Nacht-Spektakle nach Singapur (Sonntag, 14 Uhr). Bei noch sechs ausständigen Rennen hat Verstappen einen komfortablen Vorsprung. Für den vorzeitigen WM-Titel müsste Verstappen gewinnen und die schnellste Runde fahren, Leclerc gleichzeitig maximal Achter und sein Teamkollege Sergio Perez maximal Vierter werden.
Der Titel-Sekt wird beim heimischen Red-Bull-Rennstall wohl bereits eingekühlt sein. Auch wenn der Niederländer selbst vor dem Rennen gegenüber "gofans.com" mit einigen Aussagen überraschte. Denn Verstappen sieht sein Team und sich selbst noch lange nicht am Limit.
"Niemand hat das so erwartet, wie es jetzt lief", so der amtierende Weltmeister. Und schob hinterher: "Ich glaube, dieser große Punktevorsprung zeigt nicht, wie die Saison abgelaufen ist, bezogen auf die Konkurrenz. Unter den Grands Prix, die wir gefahren sind, gab es nicht ein dominantes Rennen von uns", so der 24-Jährige.
Aussagen, die gerade mit Blick auf die letzten Rennen verwundern. Seit dem Großen Preis von Frankreich (24. Juli) ist Verstappen ungeschlagen, feierte zuletzt fünf Siege in Folge. Darunter in Spa vom 14. Startplatz aus - eine eigentlich mehr als dominante Vorstellung.
Mit zehn Saisonsiegen hat der Red-Bull-Star seine persönliche Bestmarke aus dem Vorjahr bereits geknackt. Der Allzeitrekord, gehalten von Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013) mit jeweils 13 Saisonsiegen ist in Griffweite. "Wir wollen immer die Besten sein. Wir wollen immer gewinnen. Nur weil wir irgendwann den Titel sicher haben, werden wir nichts abschenken", so Verstappen. Beinahe eine Drohung an die Konkurrenz...