Wer einen Mac mit M1-Chip oder neuer besitzt, hat einen geheimen KI-Assistenten direkt auf dem Gerät. Die sogenannten Apple Foundation Models sind ein lokales Sprachmodell, das ohne Cloud-Anbindung funktioniert - und damit auch keine sensiblen Daten ins Internet schickt.
Mit macOS 27 (Golden Gate) lässt sich dieses System-Modell erstmals direkt über das Terminal ansprechen. Alles, was man dafür braucht, ist ein Terminal-Fenster und den Befehl "fm". Danach kann man mit der KI chatten, Texte zusammenfassen oder Fragen stellen.
Wie es bei t3n heißt, sind die Foundation Models eigentlich der zentrale Unterbau von Apple Intelligence. Das ist jene KI-Lösung, die es etwa erlaubt, Dokumente oder E-Mails umzuformulieren. Voraussetzung ist, dass Apple Intelligence auf dem Gerät eingerichtet wurde.
Um zu starten, öffnet man einfach das Terminal - etwa über die Spotlight-Suche. Dann tippt man "fm" ein und bestätigt mit Enter. Beim ersten Start muss man eventuell noch den Nutzungsbedingungen zustimmen. Mit dem Befehl "fm chat" startet man einen richtigen Chat-Dialog.
Das Modell kann Texte zusammenfassen, beim Formulieren helfen und Fragen beantworten. Es lassen sich auch Dokumente oder Bilder übergeben. Allerdings hat die versteckte KI auch Grenzen: Bei Logikfragen, Code-Generierung oder Matheaufgaben kann sie Schwierigkeiten haben.
Wichtig zu wissen: Es handelt sich um ein kleines Modell mit begrenztem Token-Umfang. Auf einem Mac mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher stehen nur 4.096 Token zur Verfügung, auf stärkeren Geräten das Doppelte. Außerdem halluziniert das Modell gelegentlich.
Für normale Nutzer ist das System-Modell vor allem eine Art Easter Egg, mit dem sich offline experimentieren lässt. Wer mehr damit machen will, muss sich mit Terminal-Befehlen und Skripten vertraut machen. Nicht verwechseln sollte man es mit Siri AI, das zusätzlich Cloud-Funktionen nutzt.