Knalleffekt beim Energie-Gipfel im Kanzleramt: Wie von "Heute" berichtet und von Finanzminister Magnus Brunner (VP) in der ZiB2 bestätigt, ist Wien Energie "in einer finanziellen Notlage". Um sogenannte "Futures" am Strommarkt kaufen zu können, benötigt die Tochter der Stadt 1,7 Milliarden Euro – und muss Anfang der Woche entsprechende Sicherheiten vorweisen.
Für Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp "ein Skandal, für den SPÖ-Bürgermeister Ludwig die volle Verantwortung trägt". Der Oppositionspolitiker meldete sich Sonntagabend mittels Aussendung zu Wort: "Wenn es tatsächlich stimmt, dass die Stadt Wien schon in der Vergangenheit dem stadteigenen Unternehmen Geld zugeschossen hat, ohne den Gemeinderat darüber zu informieren, dann wird das weitreichende Folgen haben. Bei einem solchen Totalversagen muss Ludwig zurücktreten und es muss Neuwahlen geben."
Nepp fordert "eine sofortige und lückenlosen Aufklärung". Er poltert: "Diese Vertuschungsaktion macht umfangreiche personelle Konsequenzen im gesamten Moloch der SPÖ-Wien notwendig."
Wien Energie beliefert rund zwei Millionen Kunden. Sollte es nötig sein, würde der Bund den Konzern unterstützen, so Finanzminister Brunner in der ZiB 2.