Österreich

Verzweifelter entmannte sich auf Bahnhof mit Messer

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:51

Dramatischer Vorfall auf einem Bahnhof in Kärnten: Ein Mann amputierte sich auf der Toilette des Bahnhofs Wolfsberg mit einem Messer einen Teil seines Penis. Dann stieg er in einen Zug nach Klagenfurt, brach jedoch auf halber Strecke auf einem Bahnsteig zusammen. Im Spital wurde der Schwerverletzte notoperiert.

Bei dem Mann, der sich am Montag in Kärnten seinen Penis teilweise abgeschnitten hat, handelt es sich um einen 26 Jahre alten Kärntner. Wie die ÖBB erklärten, ereignete sich die Verzweiflungstat nicht im Zug, sondern auf einer Bahnhofstoilette in Wolfsberg.

"Der Mann ist danach in den Regionalzug nach Klagenfurt gestiegen, in Grafenstein ist er dann wieder ausgestiegen und am Bahnsteig zusammengebrochen", sagte ÖBB-Sprecher Christoph Posch. Er hatte sehr viel Blut verloren und wurde sofort ins Klinikum gebracht. Hintergrund der Tat dürfte eine schwere Erkrankung des jungen Mannes sein. Die Zuggarnitur wurde aus dem Verkehr gezogen, sie muss generalgereinigt werden.

"Zustand ist stabil"

"Es besteht keine Lebensgefahr, sein Zustand ist stabil", sagt Landeskrankenanstalten-Sprecherin Kerstin Wrussnig gegenüber der "Kleinen Zeitung". Details über das Motiv sind noch unklar, die Tat dürfte jedoch aus Verzweiflung geschehen sein. Identität und Angaben zu dem Mann werden von den Einsatzkräften zum Schutz der Person nicht preisgegeben.

Bereits im März trennte sich ein 33-Jähriger mit einer Rasierklinge das gesamte Genital und wurde blutend auf der Straße gefunden. Die Geschlechtsteile konnten nicht wieder angenäht werden.

Um vom Trieb zu "befreien"

Im Jahr 2011 schnitt sich ein Oberkärntner, der wegen kinderpornografischem Material vor Gericht stand, beide Hoden ab, um sich von seinem Trieb zu "befreien". In einer siebenstündigen Operation wurden ihm die Hoden wieder angenäht.

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