Vettel benachteiligt? Ferrari-Stratege schießt zurück

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel ist sich sicher, dass ihn Ferrari absichtlich bremst. Der Rennstall wehrt sich gegen diese Theorie.

Sebastian Vettel verlässt Ferrari am Saisonende mit einem seltsamen Gefühl. Der Deutsche glaubt eine Bremserverordung bei der Scuderia. In Portimao fuht Charles Leclerc auf Platz vier, Vettel landete nur auf Platz zehn. Hat der junge Monegasse das Auto einfach besser im Griff oder steckt mehr dahinter?

"Es ist doch offensichtlich, dass das andere Auto schneller ist", motzt Vettel nach dem Grand Prix von Portugal. "Die Stoppuhr ist das eine. Das andere ist mein Gefühl. Ich habe echt Schwierigkeiten damit, gute Runden zusammenzukriegen, konstant zu sein und den Grip zu spüren, den Charles offensichtlich spürt", schöpft Vettel Verdacht.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will davon nichts wissen, erklärt: "Die Autos von Seb und Charles sind zweifellos identisch!"
Der Ton von Leclerc ist schon rauer: "Ich schaue nur auf mich. Ich fühle mich wohl im Auto. Wir haben ein paar Updates gebracht, und die scheinen in die Richtung meines Fahrstils zu gehen. Das hilft mir."

Jetzt legt auch Strategie-Chef Inaki Rueda gegen Vettel nach. In Portimao hätte Vettel mit neuen Reifen nach zur Aufholjagd ansetzen können, so Rueda, "aber durch einen Bremsplatten in Kurve eins von Runde 56 wurde jede Chance zunichte gemacht". Von einer Benachteiligung will der Stratege also ebenfalls nichts wissen, er sucht die Schuld klar beim vierfachen Weltmeister.

Im Ferrari-Lager herrscht dicke Luft. Vettel und sein Team tragen ihren Unmut nun immer öfter an die Öffentlichkeit. Der traditionsreiche Krisen-Rennstall kann das angesichts der ohnehin düsteren, sportlichen Lage nicht gebrauchen.

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