Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bezeichnete im Mai die Trennung von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel als "eine Entscheidung, die gemeinsam von uns und Sebastian getroffen wurde, eine Entscheidung, die beide Parteien für das Beste halten".
Die spannendste Trennung im Formel-1-Zirkus hörte sich bei Sebastian Vettels ersten Auftritt in Spielberg komplett anders an. Der Deutsche gab zu, in diese Entscheidung nie eingebunden gewesen zu sein, vielmehr wurde er vor vollendete Tatsachen gestellt.
„"Es gab nie ein Angebot von Ferrari"“
Vettel verriet vor dem ersten Grand Prix der Saison, wie seine Trennung von Ferrari wirklich lief: Ferrari setzte ihn vor die Tür – von heute auf morgen. "Ich war sehr überrascht, als ich den Anruf von Mattia bekommen habe", verrät Vettel und erklärt zudem: "Wir hatten nie eine Diskussion. Es gab nie ein Angebot." Das hörte sich in der offiziellen Ferrari-Version ganz anders an.
Ein möglicher Rücktritt ist derzeit kein Thema für den Deutschen: "Wenn man bereit ist, die Tür zu schließen, dann sollte man nicht erwarten, dass sie sich noch einmal öffnet." Deswegen wolle er jetzt nichts überstürzen und sicherstellen, dass er die richtige Entscheidung für seine Zukunft trifft. "Die nächsten Wochen und Monate könnten etwas mehr Klarheit bringen."
Klar ist aber auch, dass Vettel für 2021 nicht mehr so viele Optionen hat. Auf Vertragsgespräche im Hinblick auf 2021 angesprochen erklärt Vettel: "Momentan habe ich eigentlich keine." Er wolle sich Zeit nehmen und sicherstellen, dass er "die richtige Entscheidung für mich und meine Zukunft" treffe. Er sei "motiviert", weiterzumachen und will noch mehr in der Formel 1 zu erreichen. Er stellt aber auch klar: "Ich brauche das richtige Paket, um das zu erreichen. Ich habe das Gefühl, dass ich noch viel mehr zu geben habe", so Vettel.