Vettel über Spielberg-Dreher: "Eigentlich gut gemacht"

Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel enttäuschte beim Formel-1-Auftakt in Spielberg. Nach dem Rennen analysiert er die Fehler und beweist auch Humor.

Der Ferrari-Star landete in der Steiermark nur auf dem zehnten Platz, erntete im Anschluss viel Kritik von Fans und Ex-Kollegen. Besonders ein Dreher, der viel Zeit kostete, sorgte für Kritik der Fachleute. Wie hat Vettel den verpatzten Start verarbeitet?

"Ich war alleine auf dem Berg, habe viel Zeit für mich gehabt. Das hat gut getan", berichtet Vettel am Tag nach dem Rennen auf "ServusTV". In der Höhenluft hat er seinen Humor anscheinend auch wiedergefunden – das beweist er bei der Analyse des Drehers: "Ich wollte nur so nahe wie möglich an Sainz dran sein. Dann habe ich den Anker werfen müssen. Dafür, dass ich keine Handbremse hatte, hab ich das eigentlich ganz gut gemacht."

Kritik von Ex-Kollegen wie Nico Rosberg, der als TV-Experte heftig austeilte, kontert Vettel so: "Nico lehnt sich jedes Mal aus dem Fenster, egal bei wem." Allerdings gibt er zu: "Das darf mir nicht passieren, keine Frage. Ich habe mich sehr über mich geärgert." Zumal Teamkollege Charles Leclerc den zweiten Platz holte. "Man muss anerkennen, dass er ein sehr gutes Rennen gefahren ist. Da bin ich der Erste, der das anerkennt"

Wie sieht es mit Vettels Zukunft aus? Der Vertrag bei Ferrari wird nicht verlängert, das steht fest. Vettel spricht nochmals über das Aus bei der "Roten Göttin": "Die letzten fünf Jahre haben nicht das gebracht, was für beide Seiten das Ziel war. Mir wurde gesagt, dass wir weitermachen wollen. Dann kam aus dem Nichts das Telefonat, das klar machte, dass es kein Angebot geben wird. Die Corona-Bedingungen sind da nicht so entscheidend. Auch eine finanzielle Einigung wäre kein Thema gewesen. Ich habe aber kein Problem mit der Entscheidung und werde mich bemühen, meine Aufgabe weiter zu erfüllen."

Wie sieht es mit einem neuen Engagement bei einem anderen Team aus? "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen. Es ist wichtig, ein passendes Umfeld zu finden. Die letzten fünf Jahre habe ich sehr genossen, aber sie haben auch viel Kraft gekostet. Jetzt ist es eine neue Situation. Das Finanzielle ist nicht im Vordergrund, ich bin aber weiterhin sehr ehrgeizig. Die nächsten Wochen und Monate werden Aufschluss geben, was möglich ist und was ich machen will."

Am Ende bleibt Vettel und Ferrari nur, den Saisonstart schnell abzuhaken. "Das Auto ist nicht so stark wie erhofft. Aber das Team probiert alles, dass wir bis Ungarn schneller werden. Es ist noch ein sehr weiter Weg vor uns", meint Vettel. Zuvor steigt noch am kommenden Wochenende der Grand Prix der Steiermark am Red-Bull-Ring. Ob es da für Vettel besser läuft, wird sich zeigen.

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