Es klingt wie ein Traum für alle, die nie programmieren gelernt haben: Einfach der KI sagen, was man will, und schon entsteht eine fertige App, Website oder ein eigener digitaler Assistent. Vibe Coding nennt sich dieser Trend, bei dem Menschen ohne technisches Vorwissen plötzlich zu Software-Entwicklern werden.
Ben Sufiani, Gründer der Plattform Pirate Skills, ist einer dieser neuen Vibe-Coder. Der Mann kann nicht programmieren, baut aber trotzdem Apps, Websites und sogar einen eigenen KI-Agenten namens CaptainAI. Er beschreibt das Gefühl als "Hogwarts-Moment" - Muggel, also Nicht-Programmierer, lernen auf einmal zu zaubern.
Doch wie t3n.de berichtet, hat die Sache einen gewaltigen Haken: "Wir sollten uns nur nicht vormachen, dass wir Vibe-Coder kein gefundenes Fressen für Hacker sind", warnt Sufiani. Wer den Code nicht selbst prüfen kann, den die KI produziert, öffnet Cyberkriminellen Tür und Tor.
Laut Sufiani müssen Vibe-Coder sechs Kernbereiche beherrschen, um sicher zu arbeiten: Produktmanagement, Tools, User Experience, skalierbare Systeme, Security und Compliance sowie Shipping. Wer diese Bereiche ignoriert, riskiert nicht nur Sicherheitslücken, sondern auch rechtliche Probleme.
Der Experte nutzt einen stabilen Tech-Stack, den die KI gut kennt, etwa das Web-Framework Next.js. Fehler werden automatisch protokolliert und von seinem KI-Agenten ausgelesen. Im Zweifelsfall bespricht er Probleme mit der KI. So entsteht ein System, das die Lage konstant beobachtet - eine sogenannte Software Factory.