Video – hier geht dem Neo-Kanzler das Geld aus

Neo-Kanzler Schallenberg benötigte dringend Bares.
Neo-Kanzler Schallenberg benötigte dringend Bares."Heute"
Plötzlich Kanzler, aber Schallenberg hat die selben Probleme wie wir alle. Er kam zuletzt nicht zum Geldabheben und holte das nun am Airport nach.

"Herr Bundeskanzler, hier durch", "Herr Bundeskanzler!" –  an die neue Anrede muss sich Alexander Schallenberg offenbar noch gewöhnen. Nach seinem ersten Auslandsaufenthalt als Regierungschef wurde er in der Heimat herzlich empfangen. Ein Airport-Mitarbeiter sagt: "Herzlich Willkommen zurück, hatten Sie eine gute Reise?" Antwort: "Jaja."

Blank am Bankomat

Dann geht's durch den 3G-Check des Bundesheeres (bestanden) und an der Gepäckausgabe vorbei ("Schalli" reiste nur mit Aktentasche) in die Empfangshalle. Dort posiert der 52-Jährige gut gelaunt für Selfies, verabschiedet sich dann persönlich von jedem Mitglied seiner Delegation. Am Heimweg wartet noch eine Telefonkonferenz mit seinem Kabinett.

Doch davor hat er noch eine persönliche Angelegenheit zu regeln. Beim Blick in seine Brieftasche kommt der Neo-Kanzler drauf, dass ihm im Trubel der vergangenen Tage das Bargeld ausgegangen ist. Prompt steuert er selbst den nächstbesten Bankomaten in der Empfangshalle des Wiener Flughafens an, steckt seine private Bankomatkarte hinein und zieht einige Scheine aus dem Geldautomaten. Vor dem Airport wartet auch schon der Fahrer, bringt ihn nachhause.

Video: Hier hebt "Schalli" ab

"Österreich bleibt stabiler Partner"

Der 52-jährige Diplomat muss sein Leben ohnedies gehörig umstellen. Er wird jetzt von der Cobra bewacht. Auch im neuen Amt nahm er – wie schon in seiner Zeit als Außenminister – in der "Holzklasse" Platz. Um den Hals hatte er bei seiner Brüssel-Reise die Krawatte mit dem Muster des EU-Ratsvorsitzes (Österreich war damit 2018 an der Reihe). Ein bewusstes Zeichen: In Brüssel streute er Europa Rosen: "Es ist Teil meiner DNA" und versprach: "Österreich wird ein stabiler Partner bleiben."

Glückwunschmails im Jet gelesen

Daheim in Österreich möchte Alexander Schallenberg die Impfquote in den nächsten Wochen gehörig pushen: "Die Pandemie ist noch nicht in unserem Rückspiegel." Die Vier-Augen-Termine mit Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel waren von großer Herzlichkeit geprägt – und gingen zügig über die Bühne. Schon nach zehn Stunden landete der Neo-Regierungschef wieder in Wien. Die knapp eineinhalbstündige Flugzeit hatte der Kanzler damit verabracht, Glückwunschmails zu lesen. Dann ist er eingeschlafen.

Dieses Privileg hat er am Freitag nicht: Zwischen 8.00 und 9.00 Uhr beantwortet er im Ö3-Wecker bei Philipp Hansa die Fragen der Hörer. Dann gibt's einen Interview-Marathon mit 13 (!) österreichischen Tageszeitungen. Volles Programm also.

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Alexander SchallenbergBrüsselÖVP

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