Welt

Video zeigt Todesdrama beim Selfie-Knipsen

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:40

In Brasilien wurden zwei Touristen (19, 25) beim Selfie-Schießen ins Meer gespült – einer starb. Ihr Cousin (19) musste alles mitansehen und filmte das Unglück ...

Der weltweite Selfie-Wahn hat ein weiteres Opfer gefordert. Die tragische Geschichte aus Farol de Santa Marta (Brasilien): Drei Touristen aus Sao Paulo waren extra an die Ostküste gefahren, um das Meer zu sehen. Amanda Maria Roque (19) und Leonardo Santos (25) waren dann in der Nähe eines Leuchtturms auf einen Felsen direkt am Wasser geklettert, um das perfekte Selfie zu schießen – mit schrecklichen Folgen ...

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Das dramatische Augenzeugen-Video (Credit: YouTube)

Zwischen März 2014 und September 2016 kamen laut einer US-Studie weltweit 127 Menschen beim Erstellen von Selfies ums Leben – allein 76 in Indien. Drei von vier verunglückten Todesopfern waren Männer. Österreicher sind nicht unter den Opfern.

Eine Welle riss Amanda und Leonardo von den Füßen



Cousin Jeferson da Conceicao (19) hatte keine Lust auf die Kletterei gehabt, seine Verwandten noch vor den Risiken gewarnt und das Treiben aus sicherer Entfernung gefilmt. Dann das Drama: Plötzlich überspülten Wellen den Felsen, rissen Amanda und Leonardo von den Füßen und ins Meer!

Während die beiden im Wasser um ihr Leben kämpften, rief Jeferson zwar über Handy Hilfe, traute sich aber nicht, seinen Verwandten zu helfen – dafür hielt er mit seiner Kamera drauf und machte auch Bilder des Todeskampfes! Nach qualvollen Minuten erreichten Rettungsschwimmer auf Jet-Ski den Unglücksort und versuchten, die Opfer aus dem Wasser zu ziehen.

"Ich hielt ihn an den Haaren über Wasser, dann verlor ich ihn!"

Den Helfern gelang es schließlich, Amanda zu retten, aber Leonardo blieb verschwunden. Tragisch: Vier Tage später wurde seine Leiche in der Nähe angeschwemmt. Spätere berichtete Amanda über den verzweifelten Versuch, ihren Cousin zu retten: "Als wir im Wasser landeten, war er bewusstlos und ich versuchte, ihn irgendwie über Wasser zu halten. Ich zog ihn an den Haaren, aber die Strömung wurde immer stärker und ich verlor ihn!"

Die brasilianischen Behörden warnen seit Jahren vor der tödlichen Gefahr an der Ostküste und in der Region Laguna.

(tas)