Schon länger drohte der "letzten Diktators Europas", wie er genannt wird, dem Westen, Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten wie Afghanistan oder Syrien, durchzuwinken. Jetzt zeigen Bilder einer Frontex-Drohne, wie das Regime des weißrussischen Machthabers Alexander Lukaschenko Migranten in die EU schleust.
Fast 4.000 Flüchtlinge sollen seit Juni aus dem Irak eingeflogen und über die Grenze nach Litauen "in das gemütliche Europa" gebracht worden sein - eine Reaktion Lukaschenkos auf die Sanktionen der EU.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen gerade am Montag wieder 180 Migranten via "Iraqui Airlines" nach Belarus geflogen worden sein. Dabei mied die Fluglinie sowohl europäischen als auch ukrainischen Luftraum und flog stattdessen einen weiten Bogen über Russland - Staatschef Vladimir Putin gilt als enger Verbündeter des Lukaschenko-Regimes -, um mutmaßliche Flüchtlinge ungestört nach Weißrussland zu schmuggeln.
Drohnenaufnahmen, die die europäische Grenzschutzbehörde Frontex am Dienstag veröffentlichte, zeigen, wie dreist hier vorgegangen wird: Sie zeigen, wie weißrussische Grenzpatrouillen Flüchtlingen von den befestigten Straßen entlang der Grenze auf Trampelpfaden begleiten, die direkt ins EU-Nachbarland Litauen führen. Erst wenige Meter vor der grünen Grenze ziehen sie sich zurück und lassen die Gruppe von etwa 25 Personen, darunter mehrere Kinder, die letzten Meter in Richtung EU alleine zurücklegen.
Darüber hinaus zeigen Aufnahmen litauischer Grenzschützer, wie weißrussische Soldaten die Stacheldrahtzäune zwischen den beiden Ländern abbauen.