Videos von Manipulation bei Russland-Wahl

Ohne Probleme ließ sich Wladimir Putin zum vierten Mal zum Präsidenten wählen. Ohne Zwischenfälle lief der Urnengang jedoch nicht über die Bühne.

Mindestens bis 2024 wird Putin der Staatschef Russlands bleiben. Der 65-Jährige ließ seinen Konkurrenten keine Chance: 76,6 Prozent der Stimmen erreichte der alte und gleichzeitig neue Kreml-Chef. Der Kommunist Pavel Grudinin landete auf Platz zwei - mit lediglich 11,8 Prozent.

Das erwartete Ergebnis wurde jedoch von vielen Berichten über Manipulationen überschattet. So berichten Wahlbeobachter des Oppositionellen Alexej Nawalny, dass ihnen der Zugang zu Wahllokalen verwehrt wurde. Dahingegen beklagen Wahlleiter, dass sie Cyberattacken abwehren haben müssen. Die Server seien mit Massenanfragen aus 15 Ländern überschwemmt worden, um sie zum Absturz zu bringen.

Mehr als 3.000 Manipulationsversuche

Besonders brisant sind jedoch die Videos, die nun im Netz kursieren: Auf einem ist zu sehen, wie die Aufsichtspersonen immer wieder Stimmzettel in die Urne werfen, nachdem sie sicher gegangen sind, dass sie nicht beobachtet werden. Dieser Clip wurde sogar von US-Whistleblower Edward Snowden gepostet.

Im Osten Russlands wurde ein Mann sogar festgenommen, weil er mehrere Stimmzettel in die Wahlurne warf.

Auch erklärte Wahlleiterin Ella Pamfilowa, dass rund sechs Millionen Wähler beantragt haben, nicht am Wohnorts, sondern an einem anderen Ort die Stimme abzugeben. Das hätte oft für Verwirrung gesorgt.

Hier wurden Luftballons vor der Kamera platziert, als die Wahlhelfer begonnen haben die Stimmen auszuzählen:

Unabhängige Beobachter und Aktivisten berichteten von mehr als 3.000 Manipulationsversuchen am Wahlsonntag.

Deutlicher Sieg

Am Ergebnis werden die Berichte jedoch nichts ändern. Im Gegenteil: Putin freut sich unterdessen über eine höhere Wahlbeteiligung als im Jahr 2012. Damals trug er mit 63,6 Prozent den Sieg davon. Das Ergebnis konnte er diesmal deutlich überbieten.

(slo)

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