Viel Blut, viele Schüsse und eine zerbrochene Ehe: 611.000 Österreicher sahen am Sonntagabend "Tatort - Spiel auf Zeit" auf ORF 2. Trotz spannender Passagen enttäuschte dieser Fall, der durch Sebastian Bootz' Privatleben überschattet wurde.
Viel Blut, viele Schüsse und eine zerbrochene Ehe: 611.000 Österreicher sahen am Sonntagabend . Trotz spannender Passagen enttäuschte dieser Fall, der durch Sebastian Bootz' Privatleben überschattet wurde.
Die Folge "Spiel auf Zeit" vom Sonntagabend weist durchaus gelungene Aspekte auf. Besonders wenn es darum geht, welchen Plan der Gangster Victor de Man (Filip Peeters) insgeheim verfolgt, entwickelt dieser "Tatort" einen gewissen Sog, der sich auch aus den packenden Actionszenen speist. Doch während Thorsten Lannert (Richy Müller) und sein Kollege Sebastian Bootz (Felix Klare) den kooperationswilligen Kriminellen durch Stuttgart chauffieren, werden ihnen leider immer wieder Dialogzeilen in den Mund gelegt, die ihre Schauspieler nur widerwillig über die Lippen zu bringen scheinen ("So wie die aussehen, machen die keine Kompromisse"). Auch die Tatsache, dass dem Privatleben von Herrn Bootz ein erheblicher Teil der Spielzeit geopfert wird, wirkt sich nicht unbedingt positiv auf das Sehvergnügen aus.
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Pressestimmen zum Tatort: "Überzeugendes Krimi-Erlebnis" - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Pressestimmen-zum-Tatort-Ueberzeugendes-Krimi-Erlebnis-id25400951.html
Gemischte Gefühle
Der Einstieg in den neuen "Tatort" ist an sich sehr rasant und spannend inszeniert - leider raubt das auffällig schwache Sounddesign dem Überfall auf den Gefangenentransporter einen erheblichen Teil seiner Urgewalt. Eine Gruppe von Männern hat sich als Polizisten getarnt, um den benannten Schwerverbrecher Volker Zahn (Detlef Bothe) zu befreien. Bei der brutalen Aktion kommt einer der echten Polizeibeamten zu Tode, sein Kollege wird angeschossen.
Aus heiterem Himmel bietet der Häftling Victor de Man den Kommissaren seine Hilfe bei der Ergreifung Zahns an. De Man ist besonders Herrn Lannert kein Unbekannter. Der Ermittler hatte mit dem Waffenschieber bereits im Rahmen verdeckter Ermittlungen Bekanntschaft geschlossen, bei denen damals auf tragische Weise seine Frau und seine kleine Tochter ums Leben kamen. In dem Fall "Tödliche Tarnung" aus dem Jahr 2009 hatte es dann ein neuerliches Wiedersehen zwischen dem Wahl-Stuttgarter und de Man gegeben, das in einer Gefängnisstrafe für den Belgier resultierte. Vordergründig geht es dem Kriminellen nun darum, für seine Hilfe durch eine vorzeitige Haftentlassung belohnt zu werden.