Es ist nicht lange her, da gehörte die Galerie Layr Wüstenhagen zu den vielversprechenden Newcomern der Wiener Kunstszene. Thomas Wüstenhagen ist heute Chef der Kunstmesse Shanghai. Emanuel Layr eröffnet nun nach der Übersiedelung seiner Galerie ins prestigeträchtige Wiener Seilerstätten-Kunstviertel eine Dependance in Rom.
Nach dem Ritterschlag des Kunstmarktes durch Teilnahmen an Messen wie Art Basel Miami, Frieze London und der Art Basel ist dies ein weiterer Schritt Richtung internationale Topgalerie. Wiens Galeristen-Platzhirsche von Krinzinger bis Kargl erleben mit den "Jungen" wie Layr oder Lisa Kandlhofer eine Blutauffrischung, Künstler erhalten neue Ausstellungschancen. Nun zieht Emanuel Layr ins römische Trendviertel Trastevere. Während US-Galerist Gavin Brown in der Nachbarschaft in einer Kapelle eröffnet hat, gibt sich Layr diesseitiger. Seine Galerie befindet sich in einer früheren American Bar.
Roms Kunstszene boomt, dank Maxxi Museum von Zaha Hadid oder der Galerie von US-Spitzengalerist Larry Gargosian. Emanuel Layr zog es schon länger nach Italien, er ist auch Berater der MIA, der jungen Mailänder Messe. Nun will er es wirklich wissen. Zur Eröffnung kam die Creme der römischen Kunstwelt: Sammler, Museumsdirektoren und Künstler. Die erste Ausstellung vereint eine neue Generation von in Wien lebenden und internationalen Künstlern. Layr erweist sich als Österreichs Kunstbotschafter: "Es war mir wichtig, am Anfang zu zeigen, dass ich aus Wien komme, wo gerade tolle Künstler aus aller Welt arbeiten." Der Titel ist gut gewählt: "Das Jahr des Affen" – in der chinesischen Astrologie steht der Affe für Wagemut. Hoch lebe die Kunst.