Diese Kunstmesse ist einfach zum Zerkugeln

Geflügel und Meeresgetier sind aber nicht das Einzige, das hier aus dem Rahmen fällt: Am 27.9. startet die viennacontemporary – und das gibt's zu sehen.
Die viennacontemporary bespielt die Wiener Marx Halle bis 30.9. mit künsterlischen Positionen, die bunter nicht sein können.

"Kitchen Pieces": echter Salat, echte Chilli

Das gilt nicht nur für ihre Schöpfer (von Hermann Nitsch oder Georg Baselitz über Marina Abramovic bis zur auffallend präsenten jungen Wiener Szene), sondern auch für die Materialien (u.a. Mega-Textil-Auspuff, echter Eisbergsalat, Expozidharz-Billiardkugeln und "Plastik-Müll"). Amüsieren statt provozieren, scheint das Motto der 118 Aussteller, der Schwerpunkt auf Osteuropa, diverse Side-Events und Awards machen die Messe zum Kunst-Highlight im Herbst.

Letzte Ausgabe für Steinbrecher-Pfandt

Der Fokus auf Osteuropa wurde weiter ausgebaut, einen besonderen Platz nimmt heuer Armenien ein. "Wir arbeiten uns immer tiefer durch die Regionen, in denen wir tätig sind, und finden neue Partner", berichtete die künstlerische Leiterin Christina Steinbrecher-Pfandt bei der Auftaktpressekonferenz zu ihrer letzten Ausgabe (sie tritt aus privaten Gründen zurück, die Familie zieht in die USA). Ihre Nachfolge soll bis Jahresende bekanntgegeben werden, so Vorstandsvorsitzender Dmitry Aksenov.

Junge Szene zeigt ihre Kunst

In dieser Ausgabe sticht laut Steinbrecher-Pfandt vor allem eines ins Auge: die junge Wiener Szene, die sich immer mehr hervortut und ihren großzügigen Platz im Kunstreigen längst verdient hat. So nehmen zahlreiche junge Wiener Galerien teil, die erst in den vergangenen zwei bis drei Jahren aufgemacht haben. Erstmals an Bord ist etwa Sophie Tappeiner, Lisa Kandlhofer tritt zum dritten Mal an. "Ihre" Künstlerin Nana Mandl erhielt auch einen der Preise, den "Bildrecht Solo Award".

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Lebensgroße Keramik-Häupter aus Belgien

Mehr als dreißig Teilnehmer kommen aus Osteuropa: Ungebrochen stark ist die ungarische Präsenz mit zehn Galerien, fünf kommen aus Rumänien, vier aus Polen, drei aus Litauen. Unter den westeuropäischen Ländern ist neben Deutschland (14 Aussteller) vor allem Belgien mit fünf Galerien stark vertreten. Ein echter Hingucker: Die Galerie Nadja Vilenne aus Liege, die mit einer Installation aus lebensgroßen Keramik-Häuptern von Maen Florin den Kopf hoch tragen darf.

Messe bleibt in der Marx Halle

Und: Die Messe wird in der Marx Halle bleiben. "Bis 2027 sind die Daten jeweils in der zweiten Septemberhälfte fixiert", so Geschäftsführer Renger van den Heuvel. Im Vorjahr kamen 29.767 Besucher zur viennacontemporary, für heuer bahnt sich ein neuer Rekord an.

HIER gibt's die Öffnunsgzeiten, Ausstellerliste und Eintrittspreise

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