Österreich

Vier Bluttaten an Frauen erschüttern Österreich

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:10

Eine Serie an Morden und Mordversuchen schockt das Land. In St. Pölten wurde eine Frau vor ihrem kleinen Kind vom Ehemann niedergestochen. In Wiener Neustadt versuchte ein Mann, seine Ex-Frau zu erwürgen, der Sohn rief die Polizei. In Brigittenau ermordete ein Mann seine Ehefrau mit einem Messer. Und in Ottakring erstach ein Mann seine Ehefrau und verletzte seinen dazwischen gehenden Sohn.

Ein 34-Jähriger aus Steyr (OÖ) soll am Samstagabend in Wien-Brigittenau seine 36-jährige Frau mit einem Küchenmesser getötet haben. Er brachte mit dem Auto zunächst die gemeinsame sechsjährige Tochter zu seinen Eltern in Oberösterreich und gestand laut Polizei ihnen gegenüber die Tat. Dann stellte er sich am Sonntag gegen 1.00 Uhr bei einer Polizeiinspektion in Liezen.

Der Vater des Mannes hatte unterdessen die Exekutive alarmiert. Einsatzkräfte der Sondereinheit WEGA öffneten die Wohnung in der Adalbert-Stifter-Straße und fanden die Leiche im Schlafzimmer am Boden liegend. Das Motiv für die tödliche Auseinandersetzung war noch nicht geklärt, durch die Überstellung des Verdächtigen könnten die Einvernahmen erst in den Abendstunden abgeschlossen sein, hieß es. Ob die Tochter die Tat mitansehen musste, war auch noch nicht geklärt.

Dramatische Szenen spielten sich in den Morgenstunden auch in der Montleartstraße in Ottakring ab. Anrainer verständigten die Polizei gegen 6.00 Uhr wegen eines heftigen Streits. Die Beamten stießen im Haus auf einen blutverschmierten, schreienden Mann. In der Wohnung des 44-Jährigen entdeckten die Uniformierten zwei schwer verletzte Personen - die 43-Jährige Ehefrau und den 20-jährigen Sohn - sowie die Tochter (15) der Familie.

Der Mann dürfte auf seine Partnerin mit einem Küchenmesser mehrmals eingestochen haben. Die Frau starb im Spital. Die Kinder, die in einem Nebenzimmer schliefen, wurden durch die lautstarke Auseinandersetzung geweckt. Der Sohn wollte seine Eltern auseinanderhalten und wurde dabei vom Vater in den Bauch gestochen. In der Familie soll es jahrelang Straitigkeiten gegeben haben. Den mutmaßlichen Täter konnte man zunächst nicht einvernehmen. Er wollte nicht aussagen.

In St. Pölten entspann sich am Samstag gegen 17.40 Uhr auf dem Parkplatz eines Möbelhauses ein Streit zwischen einer 29-Jährigen und ihrem gleichaltrigen, getrennt lebenden Ehemann, in dessen Verlauf er sie auf dem Weg zum Auto attackiert und mehrfach auf sie eingeschlagen habe. Nachdem beide den Pkw bestiegen hatten, kam es zur Eskalation: Der Verdächtige stach ihr mit einem Küchenmesser in den Bauch.

Als die Schwerverletzte aus dem Wagen flüchtete, habe der Mann sie verfolgt und abermals angegriffen. Passanten eilten der Frau zu Hilfe, worauf der 29-Jährige vom Parkplatz flüchten wollte. Er wurde aber von einem Zeugen eingeholt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Die Frau ist mittlerweile außer Lebensgefahr, das zweijährige Kind des Paares, das das Drama mitansehen musste, blieb unverletzt. Es wurde in die Obhut der Großeltern übergeben.

 

In einer Wohnung in Wiener Neustadt ereignete sich gegen 23.30 Uhr ein Mordversuch: Nach einem Streit habe ein 31-Jähriger versucht, seine Ex-Frau mit einem Kabel zu erdrosseln. Der 29-Jährigen gelang es, sich zu befreien. Sie wurde verletzt ins Spital eingeliefert.

Nach Angaben des Stadtpolizeikommandos verständigte der zehnjährige Sohn die Polizei. Der Verdächtige wurde verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Er wurde am Sonntag zum Geschehen befragt, gegen ihn gab es wegen Eifersuchtsszenen und Geldstreitigkeiten bereits ein Betretungsverbot.

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