Vier entführte Kinder wieder zu Hause

Bild: Polizei/Privat

Einer der wohl spektakulärsten Fälle von Kindesentführung ist nach sechs Jahren geklärt! Eine Mutter (45) aus Attnang-Puchheim (Bez.Vöcklabruck) kann ihre vier Kinder (9-14) endlich wieder in die Arme schließen. Der eigene Papa (57) hatte die Kids nach Pakistan entführt, jetzt wurde er festgenommen.

Am Flughafen Wien-Schwechat klickten bei Tahir Ahmed S. die Handschellen. Er hatte vor sechs Jahren seine Kinder nach Pakistan entführt, wollte nun wieder nach Österreich zurückkehren. Begründung: Die Gesundheitsversorgung sowie die Zukunftschancen seien hier viel besser als in Pakistan. Außerdem habe er aufgrund der politischen Lage um das Leben seiner Kinder gefürchtet.

Bei einer ersten Befragung gab der Beschuldigte an, den Grund der Kindesentziehung erst vor Gericht und im Beisein seines Rechtsanwaltes vorbringen zu wollen.

Die Geschichte: Am 20. November 2010 holte der aus Pakistan stammende 57-Jährige die Kinder bei seiner Ex-Frau ab. Dann sagte er einen Termin ab, den er am Nachmittag mit der zuständigen Sozialarbeiterin in seiner Wohnung im Bezirk Ried im Innkreis gehabt hätte. Als er die Kleinen nicht zurückbrachte, wurde die Polizei eingeschaltet.

Zunächst im EU-Raum vermutet

Danach fehlte jede Spur von dem Entführer. Die Ermittler gingen zunächst davon aus, dass er sich im EU-Raum aufhält. Nach intensiven Ermittlungen, gemeinsam mit der österreichischen Botschaft in Islamabad (Pakistan), wurde nun aber bekannt, dass ein 57-jähriger Österreicher mit seinen vier Kindern am Flughafen Wien-Schwechat nach Österreich einreisen wollte.

Während S. derzeit in der Justizanstalt in Ried sitzt, wurden die Kinder, die alle wohlauf sind, vorübergehend in einem Krisenzentrum untergebracht. 

Bei der ersten Befragung gab der Beschuldigte an, die Flucht mit Hilfe eines Helfers, der ihm zum Preis von 10.000 Euro fünf gefälschte polnische Reisepässe besorgt habe, organisiert zu haben. Weiters sei im ihm zugesichert worden, ihn und seine Kinder über verschiedene Kontaktpersonen bis zur iranischen Grenze zu bringen.

Über Ungarn, Rumänien, die Türkei und den Iran sei er nach Pakistan gereist. Dort war er dann als Automechaniker tätig. Bis er sich heuer entschloss, nach Österreich zurückzukehren.

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