4 Frauen, 1 Todesfall & ein "oaschkalter" Dreh im See

Zur neuen Staffel von "Vier Frauen und ein Todesfall" lud der ORF in die Leichenhalle des Zentralfriedhofs -– zum Frühstück.
Bei Eierspeis, Speck, Kaffee und Kuchen plauderten Adele Neuhauser (Julie Zirbner) und Regisseur Andreas Kopriva mit "Heute.at" über die Dreharbeiten am "oaschkalten" Traunsee, die neuen Abenteuer der Begräbnisweiber und warum eine Staffel, die bereits seit drei Jahren fix und fertig herumliegt noch immer aktuell ist.

Die achte Staffel von "Vier Frauen und ein Todesfall" beginnt mit einer Katastrophe: Ein Staudamm bricht, das Wasser macht die Bewohner des Dorfes Ilm zu Flüchtlingen. 2015, als die Staffel am Traunsee gedreht wurde, ein topaktuelles Thema. Komplikationen im ORF-Budget sorgten dafür, dass die Folgen erst ab 1. Oktober, 20.15 Uhr gut abgelegen auf ORF eins ausgestrahlt werden. "Leider", so Adele Neuhauser "hat die Serie an Aktualität nichts verloren".



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Wussow glaubte an einen Scherz



Die Dorfbewohner flüchten auf den Campingplatz der zugedröhnten und dauerbesoffenen Peggy. Barbara Wussow glaubte anfangs an einen Scherz, als man ihr die durchgeknallte Rolle anbot.

Adele Neuhauser im "oaschkalten" Traunsee



So schräg wie die Ilmer war auch das Pressefrühstück in der Leichenhalle des Wiener Zentralfriedhofs, bei dem Adele Neuhauser erklärt, wie sie für ihre Julie Zirbner ("Sie hat viel Dreck am Stecken") diesmal bis an ihre Grenzen gehen musste. Gar nicht so einfach, dabei nicht den typisch schwarzen Humor zu verlieren. Gedreht wurde nämlich von September bis November. "Es war dauernd nass, dauernd kalt" und der Traunsee "oaschkalt", erinnert sich Neuhauser. "Das war ein körperlicher und psychischer Marathon.

Wenn ihr Mund vor Kälte verkrampfte, bis die Worte nicht mehr klar herauskamen, half nur, zwischendurch in ein warmes Planschbecken zu springen. Dabei war das gar nicht der härteste Part. Den mussten Miriam Stein (Pippa) und Angelika Richter (Herta Siegwald) durchstehen. Sie verbrachten einen ganzen Tag in einem gefluteten Raum, das Wasser stand ihnen bis zur Nasenspitze, unter ihnen zwei Taucher, die sie immer wieder langsam in die Tiefe zogen ... (siehe Fotoshow oben)



Plauderten mit Heute.at über die neue Staffel: Adele Neuhauser (Julie Zirbner) und Regisseur Andreas Kopriva

Wie man eine analoge Sintflut zaubert ...



Regisseur Andreas Kopriva durfte die Sintflut, die über das Dorf Ilm hereinbricht inszenieren – mit ausschließlich analogen Special Effects, versteht sich.

Seine Werkzeuge: Eine halbes Schwimmbecken voll Wasser und eine Riesenschaufel. Der überflutete Ort war plötzlich eine Kirchturmspitzen-Attrappe, am Traunsee schwimmen und mit Gewichten verankert, damit die Einstellungen auch wirklich gleich ausschauten.

Die Regiearbeit bei den 8 Folgen der 8. Staffel teilte er sich mit Wolfgang Murnberger – und zog ein bisschen den schwarzen Peter. Denn für jede Folge stand das gleiche Budget zur Verfügung. Die großen Katastrophen passieren aber in "seinen" Folgen.

2020 folgen in Staffel 9 acht weitere Folgen von "Vier Frauen und ein Todesfall".



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