Vier Helden stoppten Amokschützen vom Rockerfest

Zwei Tote, ein Dutzend Verletzte und vier Helden: Wie nun bekannt wurde, verhinderten mutige Motorrad-Fans, dass es beim Massaker auf einem Festivalgelände in Vorarlberg mehr Opfer gab.

Wie ein Berserker krallte Gregor S. (27) auf dem Parkplatz eines Freiluftgeländes in Nenzing (Vbg.) seinen Finger um den Abzug einer Zastava. Er drückte 30 Mal eiskalt ab. An einer 80 Meter entfernten Bar starben zwei Menschen im nächtlichen Kugelhagel. Dass der amtsbekannte Neonazi kein noch größeres Blutbad anrichten konnte, ist vier Bikern zu verdanken. Laut eines Augenzeugen, der sich jetzt auf Facebook zu Wort gemeldet hat, trieben die Motorrad-Fans den Killer in die Enge.

"Er hätte sicherlich nochmal 50 Schuss reingeschossen", ist Dietmar H. sicher. Der Mann fordert Orden für das Quartett. Während ein Verwundeter (54) nach wie vor mit dem Tod ringt, organisiert die Biker Union Vorarlberg derzeit eine Trauerfahrt am Freitag. Ziel ist der Schauplatz des Amok-Albtraums, wo eine Gedenkminute geplant ist.

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