Im Dezember 2014 hat eine 20-jährige Klagenfurterin ihren damals zwei Monate alten Sohn fast eine halbe Stunde lang so heftig geschüttelt, dass er nun für den Rest seines Lebens behindert bleiben wird. Nun wurde sie von einem Gericht für ihre Tat zu vier Jahren Haft, eines davon unbedingt, verurteilt.
Weil der Kleine wegen Fieber nicht zu schreien aufhören wollte, schüttelte die mit der Situation überforderte 20-Jährige das Kind und warf es anschließend mit voller Wucht zurück in den Stubenwagen. Danach schwieg sie vier Tage lang über ihre Tat. Auch dem Kindsvater gegenüber erwähnte sie nichts.
Erst als das Kleinkind in Lebensgefahr schwebte, gestand die 20-Jährige ihre Tat und übergab ihr Kind in ärztliche Obhut. Doch da war es zu spät. Der Bub wird sein Leben lang mit den Folgen der Misshandlung zurechtkommen müssen.
Partner wusste nicht von der Tat
Vor Gericht beteuerte die junge Frau nun jegliche Absicht, ihr Kind verletzten zu wollen. "Ich wollte nur, dass er ruhig ist", sagte sie unter Tränen. Ihr 27-jähriger Partner erfuhr erst bei ihrer Aussage bei der Polizei, dass sie das gemeinsame Kind geschüttelt hatte.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Mutter ihr Kind absichtlich schwer verletzt hat. Das Gericht verurteilte die Frau nun zu vier Jahren Haft, eines davon unbedingt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.