Vier Kupferdiebe legten Handymast lahm

In Wien-Döbling wurden am Mittwochabend zwei Männer und zwei Frauen auf frischer Tat beim Kupferdiebstahl verhaftet. Ein Mobilfunkbetreiber hatte die Polizei alarmiert, da ein Sendemast auf dem Gebäude ausgefallen war.

 

Das alte Wiener Pressehaus in der Gunoldstraße steht bei der Polizei unter besonderer Beobachtung. Das leerstehende Gebäude ist beliebt bei Unterstandslosen, die einen Schlafplatz suchen - aber auch bei Kupferdieben. Regelmäßig werden Kontrollen durchgeführt, diesmal wurden vier Verdächtige verhaftet.

Auf dem Gebäude befinden sich Handy-Sendemasten verschiedener Mobilfunkbetreiber. Als am Mittwochnachmittag ein Mast der Firma "T-Mobile" ausfiel, wurde die Polizei alarmiert. Der Notruf ging um 16:27 Uhr ein, zwei Beamte waren als Erste vor Ort und riefen Verstärkung.

Auf frischer Tat ertappt

Diese kam in Form der Spezialeinheit WEGA, die das Gebäude durchsuchten und im 14.Stock die mutmaßtlichen Täter fand. Sie waren gerade dabei, die erbeuteten Kabel von der Kunststoffverkleidung zu befreien. Auf diese Weise könnten sie geprüft haben, ob es sich um ein wertvolles Kupferkabel handelt.

Die vier Tatverdächtigen - zwei Männer und zwei Frauen - sind etwa 40 bis 45 Jahre alt und vermutlich unterstandslos. Sie kommen in leerstehenden Gebäuden in der Nähe unter und stehlen kleine Mengen Kupfer, gerade soviel, wie in einen Rucksack passt, vermutet ein Beamter.

Milde Strafe

Um 18.15 Uhr war der Polizeihund gerade noch dabei, das Haus nach weiteren Menschen abzusuchen. Die Verdächtigen wurden abtransportiert und vernommen. Sofern man sie nicht mit weiteren Kupferdiebstählen in letzter Zeit in Verbindung bringen kann, wird die Strafe wohl milde ausfallen.

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