Vier Schafe tot – neues Wolfsrudel in Österreich?

Vor 100 Jahren wurden Wölfe in Österreich ausgerottet. Heute sind sie europaweit streng geschützt und kehren auf natürliche Weise langsam wieder in den Alpenraum zurück. Lediglich 30 bis 35 Individuen gibt es in Österreich. Doch obwohl von der Art keine Gefahr für den Menschen ausgeht und Nutztiere durch Zäune oder Hunde geschützt werden können, wollen ihr manche erneut an den Kragen. Im letzten Jahr wurde ein Wolf in Tirol illegal geschossen und sogar enthauptet aufgefunden. In Niederösterreich ist ein ganzes Rudel verschwunden.
Vor 100 Jahren wurden Wölfe in Österreich ausgerottet. Heute sind sie europaweit streng geschützt und kehren auf natürliche Weise langsam wieder in den Alpenraum zurück. Lediglich 30 bis 35 Individuen gibt es in Österreich. Doch obwohl von der Art keine Gefahr für den Menschen ausgeht und Nutztiere durch Zäune oder Hunde geschützt werden können, wollen ihr manche erneut an den Kragen. Im letzten Jahr wurde ein Wolf in Tirol illegal geschossen und sogar enthauptet aufgefunden. In Niederösterreich ist ein ganzes Rudel verschwunden.iStock
Zwei Schafe tot, zwei notgeschlachtet, zwei weitere werden vermisst. Tiere umliegender Almen werden deswegen ins Tal gebracht.

Eine rund 60 Tiere umfassende Herde in Osttirol wurde in den vergangenen Tagen erheblich dezimiert. Im Gemeindegebiet von Innervillgraten wurden zuletzt zwei Schafe tot und zwei weitere schwer verletzt vorgefunden. Darüber hinaus werden zwei weitere nach wie vor vermisst.

Nun laufen die Untersuchungen, wie das Land Tirol in einer Aussendung mitteilt. Die beiden verletzten Tiere mussten notgeschlachtet werden. Der erste Verdacht fällt natürlich auf den Wolf, die übrigen Tiere wurden deswegen vorsorglich ins Tal und in Heimbetrieb gebracht.

DNA-Analyse soll Klarheit schaffen

Auch das Rissbild an den Schafen lasse ersten Untersuchungen zufolge auf einen Wolf schließen. Ob es sich dabei um denselben männlichen Vertreter einer italienischen Population handelt, der bereits in der Vergangenheit öfters Schafe gerissen hat, soll nun geklärt werden.

Der zuständige Amtstierarzt nahm bereits DNA-Proben und übermittelte die Tupfer am Montag an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

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