Vier Schwerverletzte: So lief Familienfehde ab

Vier Schwerverletzte hat am Mittwochnachmittag ein völlig aus dem Ruder gelaufener Streit zwischen kaukasischen Familien in Floridsdorf gefordert. Die Beteiligten dürften aufeinander geschossen und eingestochen haben. Vier Täter wurden festgenommen, die Verletzten werden notoperiert. Hintergrund war ein Foto einer Frau.

Insgesamt waren neun Tschetschenen aus zwei Familien in das Geschehen am Tatort verwickelt. Die Männer hatten sich am Tatort verabredet, um eine Ehrenbeleidigung zu besprechen - eine Frau aus einer der involvierten Familien war laut Aussagen der Beteiligten beleidigt worden - mehrere Männer reichten ein Foto von ihr herum.

Schon nach wenigen Augenblicken eskalierte die Aussprache. Es folgten Drohungen und Tätlichkeiten beider Parteien. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen feuerte einer der Beteiligten mehrere Schüsse aus einer Faustfeuerwaffe auf seine Kontrahenten ab. Nachdem bereits mehrere Männer von Projektilen getroffen worden waren, kam es in weiterer Folge zu einem Handgemenge um die Schusswaffe. Dabei wurde dem Schützen die Waffe von einem Mitglied der verfeindeten Familie entrissen und eine weitere Person mehrfach angeschossen und schwer verletzt.

Danach wurde der Schütze selbst von mehreren Angreifen attackiert und erlitt dabei Stichverletzungen und Knochenbrüche im Gesichts- beziehungsweise Oberkörperbereich. Die behandelnden Ärzte konnten bisher noch nicht eindeutig feststellen, ob diese Person ebenfalls Schussverletzungen erlitten hat.

Drei Männer flüchteten

Im Anschluss daran flohen drei der Beteiligten in einem silberfarbenen Pkw vom Tatort in die Eipeldauerstraße. Dort konnten die Männer festgenommen werden. Zwei von ihnen hatten im Zuge der Auseinandersetzung Schussverletzungen erlitten. Der unverletzten Person gelang es zuvor noch, die bei der Tat verwendete Schusswaffe an eine sympathisierende Person weiterzugeben. Nach dieser Person und nach der Tatwaffe wird derzeit gefahndet.

Fünf Personen am Tatort festgenommen

Am Tatort selbst konnten Polizeibeamte insgesamt fünf weitere, an der Straftat beteiligte Personen festnehmen. Zwei dieser fünf Personen waren im Zuge der Auseinandersetzung ebenfalls angeschossen worden. Des Weiteren wurden am Tatort zwei Fahrzeuge, die von den Beschuldigten verwendet wurden, sichergestellt.

Einer weiteren Person gelang trotz sofort eingeleiteter Alarmfahndung die Flucht zu Fuß vom Tatort. Es ist nicht bekannt, ob diese Person bei der Auseinandersetzung verletzt wurde. Nach dem Mann wird gefahndet.

Bei allen Beteiligten handelt es sich um Männer aus dem kaukasischen Raum im Alter zwischen 20 und 49 Jahren.

Die vier Verletzten, derzeit in verschiedenen Spitälern befindlichen Personen werden von WEGA Beamten überwacht. Die vier unverletzten Beschuldigten befinden sich in Haft.

 

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