In Baden hat Dienstagnachmittag eine Riesen-Suchaktion nach einem 4-Jährigen, der vom Spielplatz nicht nach Hause zurückkehrte, für Aufregung gesorgt. Er wurde dank einer Geschäftsfrau auf einer Parkbank in der Innenstadt weinend gefunden und dem Vater übergeben. Zuvor war er alleine zwei Kilometer weit spaziert.
Ein Polizeihubschrauber und Spürhunde waren im Einsatz. Der Vierjährige sollte mit seinem älteren Bruder von der Wohnung zu Nachbarn in einer darunter liegenden Wohnung gehen, um dort mit den befreundeten Kindern zu spielen.
Der Siebenjährige war allerdings schon vorgegangen - und der Kleine ging dann statt zu den Nachbarn auf den Spielplatz, wo er von anderen Kindern gesehen wurde. Von dort marschierte er dann weiter in Richtung Stadtzentrum - warum, verriet er nicht.
Weil er nicht so wie der Ältere in die Wohnung zurückkehrte, riefen die Eltern die Einsatzkräfte. Insgesamt 38 Helfer von Polizei und Feuerwehr suchten nach dem Kind.
Bub saß auf einer Parkbank
90 Minuten nach Alarmierung erhielt die Polizei den entscheidenden Hinweis. Claudia Weiler, die Betreiberin eines Spielzeuggeschäfts in der Pfarrgasse, einer Fußgängerzone in Baden, meldete, dass auf einer Bank ein kleiner Junge sitzt, der weint.
Die Beschreibung passte auf das abgängige Kind. Nach Angaben der Stadtpolizei reagierte der Kleine zunächst nicht, obwohl ihn ein Beamter in seiner Muttersprache serbo-kroatisch ansprach, und ließ sich auch durch einen mitgebrachten Stoff-Polizeibären nicht beruhigen.
Der Vater wurde zum Geschäft gebracht und bestätigte, dass es sich um seinen Sohn handelt. Das Plüschtier durfte er behalten. Den Weg in die Stadt kannte er, weil seine Mutter mit ihm öfter seine älteren Geschwister von der Schule abholte.