Niederösterreich

Viertel der Firmen-Pleiten geht auf Corona zurück

Heftige Corona-Nachwehen hat die Wirtschaft zu beklagen: Knapp ein Viertel der Insolvenzen wird auf die Pandemie zurückgeführt.
Isabella Nittner
19.05.2023, 14:33
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Das Meistern der Corona-Krise war für die Wirtschaft eine Mammut-Aufgabe, die nicht jedes Unternehmen überlebt hat. Das ergibt eine aktuelle Auswertung des Kreditschutzverbandes KSV1870. 

22,2 Prozent der Insolvenzen im vergangenen Jahr entstanden demnach aufgrund der Corona-Krise. "Während zu Pandemiebeginn die weltweite Krise als primäre Insolvenzursache von Unternehmen in Österreich eher selten in Erscheinung trat, war diese im Vorjahr bei rund jeder vierten Pleite (22,2 %) der Hauptfaktor", heißt es seitens des Kreditschutzverbandes. Im Bundesländer-Top 3-Ranking findet sich auch NÖ: Insbesondere in Salzburg mit 34 Prozent, Vorarlberg (33 %) und Niederösterreich (32 %) zeigt sich diese Entwicklung nämlich besonders deutlich.

Operative Ursachen

Prinzipiell sind "operative Ursachen" der Hauptgrund für Firmen-Pleiten gewesen. 29 Prozent konnten ihr Unternehmen demnach aufgrund von mangelhaftem Controlling und einer schlechten Kostenstruktur nicht über Wasser halten.

"Klassische Managementaufgaben, die zur Basisarbeit eines gut funktionierenden Unternehmens zählen, sind weiterhin der Hauptgrund, warum Betriebe in Österreich in die Insolvenz schlittern. Obwohl es in den vergangenen Jahren eine mehrjährige Corona-Krise und aktuell stark steigende Preise zu verkraften gibt", erklärt Karl-Heinz Götze, Leiter des KSV1870 im Bereich Insolvenzen. "Persönliches Verschulden" machte zudem 12,2 Prozent der Insolvenz-Gründe aus.

Auch klassische Gründungsfehler wie beispielsweise fehlendes branchenspezifisches Know-How und betriebswirtschaftliche Kompetenzen waren für 21,6 Prozent der Insolvenzen in Österreich verantwortlich.

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