Vikings-Crack Mayr: Österreichs "Speedy" auf Titeljagd

Vikings-Crack Yannick Mayr
Vikings-Crack Yannick MayrDacia Vikings / H. Jirgal
Der schnellste Footballer Österreichs! Yannick Mayr kämpft mit den Vikings gegen Graz um den Titel. "Heute" verrät er, was ein Ausrutscher bewirkte.

Wenn Yannick Mayr etwas angeht, ist es meistens schnell erledigt. Zum Beispiel das Studium der Sportwissenschaften, wo der 24-Jährige gerade sein letztes Semester absolviert. Vielleicht auch die Finalserie der heimischen Football-Liga, wo der Wide-Receiver mit den Vikings im "Best of Five" gegen die Graz Giants mit 2:0 führt.

Heißt: Die Wikinger haben "Matchball". Am Samstag (16 Uhr, live ORF Sport +) können sie mit dem dritten Sieg gegen die Steirer die coronabedingt stark verkürzte Saison – die mit der Finalserie beginnt und endet – mit dem Titel krönen. Mayr soll auch im dritten Duell für Punkte sorgen. Mit seinem überragenden Speed, an den in Österreich niemand heranreicht.

"Ich laufe die 60 Meter in 7,3 Sekunden", verrät der 1,82-Meter-Athlet im "Heute"-Talk. "Das macht mich zum schnellsten Football-Spieler Österreichs." Anders formuliert sind das knapp 30 km/h, mit denen er Richtung Endzone sprintet. Wie er das macht? "Ich weiß nicht genau. Vielleicht ein wenig die Genetik. Außerdem trainiere ich die Sprints viel im Rahmen meines Studiums."

Eigentlich ist Mayr gelernter Quarterback. "Das habe ich bei den Salzburg Ducks sechs Jahre gespielt." Erst bei den Vikings wurde seine Geschwindigkeit richtig entdeckt – was auch beinahe zum Sprung nach Nordamerika geführt hätte. "Ich durfte beim NFL-Pathway-Programm in Köln mitmachen", erzählt Mayr. "Dort hat es leider nicht ganz gereicht. Ich habe dann auch bei einem Scouting für die Canadian Football League mitgemacht. Dort waren die Bedingungen aber nicht ideal. Es hat geregnet, ich bin ausgerutscht, konnte nicht das Tempo laufen, das ich drauf habe."

Dadurch heißt die Zukunft weiterhin Wien und Sport-Studium. "Nicht so schlimm, wegen Corona ist in Nordamerika eh alles lange zum Stillstand gekommen." Und vielleicht gelingt der große Sprung eines Tages ja doch noch. "Die Hoffnung lebt weiter. Sollte ich es in die NFL schaffen wäre eine schöne Stadt im Süden super."

Wenn nicht, wird der Football-Leidenschaft eben in Österreich weiter gefrönt. "Gerne auch wieder als Quarterback, ich liebe diese Position. Sollten die Vikings in der Zukunft mal Bedarf haben, bin ich bereit", grinst Mayr, der aber auch "fremdgehen" würde. "Ich bin schon oft gefragt worden, ob ich nicht in die Leichtathletik gehen will. Neben den Sprint-Strecken bin ich auch im Weitsprung und Hochsprung ganz gut. Aber das würde ich eher nach der Football-Karriere machen."

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