"Größte Fake-News-Schleuder"

Vilimsky lässt mit knallharter EU-Ansage aufhorchen

Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok steht weltweit unter Kritik. Die EU will sie verbieten, doch davon hält FPÖ-Mann Harald Vilimsky nichts.

Newsdesk Heute
Vilimsky lässt mit knallharter EU-Ansage aufhorchen
Statt einem Verbot möchte FPÖ-Spitzenkandidat Vilimsky auf Eigenverantwortung von TikTok-Nutzern setzen.
ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com

Gerade bei Jugendliche und jungen Erwachsenen ist TikTok nicht nur die wichtigste Unterhaltungsquelle. Immer mehr Personen informieren sich ausschließlich auf der Plattform über das weltweite Geschehen. Experten befürchten jedoch – angesichts der kommenden EU-Wahlen – groß angelegte Desinformationskampagnen auf TikTok.

USA droht mit Verbot

Für viele westliche Staaten macht die Nähe TikToks zur chinesischen Führung das Unternehmen zusätzlich verdächtig. Sicherheitsbehörden befürchten Datenspionage, was sowohl TikTok als auch die Volksrepublik stets zurückgewiesen haben. Dennoch ist die App in zahlreichen Ländern von Diensthandys der Regierungsmitglieder und Staatsbediensteten verbannt oder komplett verboten.

Letzteres droht auch in den USA, sollte der chinesische Mutterkonzern ByteDance TikTok nicht binnen eines Jahres verkaufen. Insidern zufolge würde ByteDance TikTok aber lieber dichtmachen.

"Größte Fake-News-Schleuder"

Im Ö1-Journal sprach sich FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Harald Vilimsky, gegen ein solches Verbot aus. "Die größte Fake-News-Schleuder in der EU ist die EU selbst und die EU-Kommission", teilte der Freiheitliche aus. Man müsse bei der Feststellung, was wahr bzw. unwahr ist, vorsichtig sein.

Die größte Fake-News-Schleuder in der EU ist die EU selbst.
Harald Vilimsky (FPÖ)
spricht sich klar gegen ein TikTok-Verbot aus

Er möchte stattdessen auf die Eigenverantwortung von TikTok-Nutzern setzen: "Ich glaube, dass der Rezipient in einer modernen Mediengesellschaft selbst in der Lage ist, herauszufinden, was wahr oder unwahr ist", sagte der Politiker.

Vilimsky im Mittagsjournal

Dies sei heute durch die hohe Informationsvielfalt aber deutlich schwieriger als früher, entsprechend gebe es auch mehr Fake-News-Anbieter. Vilimsky: "Man sollte nicht einseitig aus politischer Motivation irgendjemanden recht geben und jemand anderem nicht."

Der FPÖ-EU-Spitzenkandidat ist am Samstag um 12 Uhr zu Gast im Ö1-Mittagsjournal.

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    HEUTE/Helmut Graf

    Auf den Punkt gebracht

    • FPÖ-Mann Harald Vilimsky kritisiert die EU-Pläne, die chinesische Social-Media-Plattform TikTok zu verbieten, und bezeichnet die EU selbst als "größte Fake-News-Schleuder"
    • Er betont die Eigenverantwortung der Nutzer, die in der modernen Mediengesellschaft selbst zwischen wahr und unwahr unterscheiden können sollten
    red
    Akt.