Virus: "Menschen auf Rückflug wurden isoliert"

Generalkonsul Nikolai Herold berichtet über die lange Rückreise aus China und die Vorstellung, zwei Wochen in Quarantäne bleiben zu müssen.

Der österreichische Generalkonsul in Peking, Nikolai Herold, war maßgeblich an der Rückholung von sechs anderen Österreichern aus der chinesischen Provinz Hubei beteiligt. Jetzt sitzt auch er in Quarantäne in Wien, weil er mit dem Auto in das Krisengebiet gefahren und mit den Landsleuten gemeinsam heimgeflogen war.

Ö1 erreichte ihn am Montag telefonisch, persönlicher Kontakt ist jetzt zwei Wochen lang verboten. "Es mussten alle Masken tragen, auch während des Fluges", sagt er über die Heimreise. "Sie wurden regelmäßig getauscht. Es gab eine Personengruppe, bei der es den Anflug eines Verdachts gab, dass sie infiziert sein könnte. Diese Menschen wurden sofort in einen anderen Teil des Flugzeugs gebracht."

"Erleichterung bei Anblick der Hercules"

Eine französische Maschine brachte die Gruppe Österreicher zunächst auf einen Militärstützpunkt bei Marseille, später ging es mit einer Hercules des Bundesheeres nach Wien: "Angesichts der Bundesheer-Maschine waren alle sehr froh, weil die letzte rasche Etappe der Reise ersichtlich war. Alle waren erleichtert und sind auch schnell eingeschlafen, obwohl es in der Hercules sehr laut war."

Jetzt müssen die Betroffenen alle unter Quarantäne bleiben – allerdings nicht im Spital. Sie wurden in eigene Wohnungen inklusive Sicherheitsschleusen der Stadt Wien transferiert. Diese dürfen die China-Reisenden in den nächsten 14 Tagen auf Grundlage des Epidemiegesetzes nur verlassen, wenn sie zu weiteren Tests in eine Klinik gebracht werden.

Während ihres gesamten Aufenthalts sollen sie zudem ihren eigenen Zustand genau beobachten. Alle sieben Österreicher würden sich freiwillig dieser Prozedur unterziehen, wie es aus dem Gesundheitszentrum heißt. Konsul Herold: "Die Freude, dass man wieder in Österreich ist, überwiegt."

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