Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko verzichtet auf ein Antreten bei der Präsidentschaftswahl am 25. Mai in der Ukraine. Er wird stattdessen die Kandidatur des Geschäftsmannes Petro Poroschenko unterstützen. Ein Grund könnte sein, dass der Box-Weltmeister in Umfragen weit hinter Poroschenko liegt.
in der Ukraine. Er wird stattdessen die Kandidatur des Geschäftsmannes Petro Poroschenko unterstützen. Ein Grund könnte sein, dass der Box-Weltmeister in Umfragen weit hinter Poroschenko liegt.
Klitschko will lieber einen gemeinsamen, starken Kandidaten für die Präsidenschaftswahl haben und sich selbst als Bürgermeister von Kiew bewerben. Er hatte bei den Protesten gegen den inzwischen abgesetzten prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch eine führende Rolle gespielt. Am zentralen Platz Maidan in der Hauptstadt Kiew war er monatelang bei den Demonstranten im Einsatz - bei arktischen Temperaturen. Auch hat er sich kein Blatt vor den Mund genommen.
Schokokönig Poroschenko tritt an
Der Oligarch und Ex-Minister Petro Poroschenko hat seine Kandidatur dagegen offiziell angekündigt. In Umfragen gilt er als aussichtsreichster Bewerber auf das höchste Staatsamt. Seinen Wählern verspricht Poroschenko "eine neue Armee, modern und effizient, die die Souveränität und Integrität der Ukraine verteidigt".
Der Besitzer des Süßwarenkonzerns Roschen gilt als wichtigster Geldgeber der Opposition, die er während der Proteste auch mit seinem Fernsehsender Kanal 5 unterstützte. Er machte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er-Jahren ein Milliardenvermögen und gehört heute zu den zehn reichsten Ukrainern. Von 2009 bis 2010 war er Außenminister der proeuropäischen Regierung. Unter Präsident Janukowitsch diente Poroschenko 2012 kurzzeitig als Wirtschaftsminister.
Timoschenko als schwacher Gegner
Laut Umfrageergebnissen darf der 48-jährige "Schokoladenkönig" auf rund 25 Prozent der Stimmen hoffen. Vitali Klitschko landet mit neun Prozent weit dahinter. liegt bei etwa acht Prozent. Sie wird aber trotzdem wie Poroschenko ins Rennen um das Amt des Staatschefs gehen.