Mit dem X300 Ultra bringt Vivo ein neues Spitzenmodell nach Österreich. Das Gerät wurde nun offiziell vorgestellt und soll ab Mitte April auch hierzulande erhältlich sein. Für den Hersteller ist es ein wichtiger Schritt, denn erstmals kommt ein Ultra-Modell der X-Serie international auf den Markt. Im Mittelpunkt steht die Kamera. Vivo setzt erneut auf die Zusammenarbeit mit Zeiss und spricht von einem der ambitioniertesten Kamera-Systeme in einem Smartphone. Drei Hauptbrennweiten – 14 mm, 35 mm und 85 mm – sollen viele Alltagssituationen abdecken.
Dazu kommt ein optionaler und separater Tele-Extender, der eine Brennweite von bis zu 400 mm ermöglicht. Besonders auffällig ist die Telekamera mit 200 Megapixeln. Sie soll auch bei starker Vergrößerung noch scharfe Ergebnisse liefern. Vivo setzt hier auf Stabilisierung und eine schnelle Motiverkennung, die laut Hersteller bis zu 60 Bilder pro Sekunde verfolgen kann. Das soll vor allem bei bewegten Szenen helfen, etwa bei Sport oder Konzerten. Gleichzeitig soll eine spezielle Beschichtung störende Lichtreflexe reduzieren.
Auch bei den anderen Kameras liegt der Fokus offenbar auf möglichst natürlichen Ergebnissen. Ein großer Sensor soll bei der 35-mm-Kamera für detailreiche Fotos sorgen, während die Ultraweitwinkelkamera für Landschaften und große Motive gedacht ist. Vivo betont dabei, dass es nicht nur um scharfe Bilder geht, sondern um eine möglichst realistische Farbwiedergabe. Dafür kommt eine neue Farbtechnologie zum Einsatz, die Lichtverhältnisse genauer analysieren soll. Neben Fotos spielt Video eine zentrale Rolle.
Das X300 Ultra unterstützt Aufnahmen in 4K mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sowie erweiterte Farbprofile. Nutzer können Einstellungen wie Belichtung oder Farbton gezielt anpassen. Laut Hersteller orientiert sich die Bedienung dabei stärker an klassischen Filmkameras. Auch der Ton wurde berücksichtigt: Mehrere Mikrofone sollen Stimmen gezielt hervorheben und Hintergrundgeräusche reduzieren. Für Nutzer, die noch mehr Kontrolle wollen, gibt es zusätzliches Zubehör wie ein Video-Rig mit Griffen und Bedienelementen.
Im Inneren des Vivo X300 Ultra arbeitet mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ein aktueller High-End-Prozessor, unterstützt von einem zusätzlichen Chip für Bildverarbeitung. Das soll für flüssige Leistung im Alltag und auch bei leistungsintensiven Aufgaben sorgen. Ein großes Thema ist auch der Akku. Mit 6.600 mAh fällt dieser deutlich größer aus als bei vielen früheren Geräten, die in der internationalen Version ein Downgrade hinnehmen mussten. Geladen wird mit bis zu 100 Watt per Kabel und 40 Watt kabellos.
Das Display misst 6,82 Zoll und erreicht eine hohe Helligkeit, damit Inhalte auch bei direkter Sonne gut sichtbar bleiben. Gleichzeitig ist das Gerät gegen Wasser und Staub geschützt und soll damit den Alltag problemlos überstehen. Softwareseitig setzt Vivo auf ein eigenes System basierend auf Android 16, das eine Verbindung zu anderen Geräten erleichtern soll. Dazu gehört die Möglichkeit, Daten schnell zwischen verschiedenen Plattformen zu übertragen. Zudem verspricht der Hersteller fünf Jahre Systemupdates und sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Optisch setzt das X300 Ultra auf ein auffälliges Kameramodul und zwei Farbvarianten. Das Gerät wiegt 232 Gramm und bleibt mit 8,49 Millimetern vergleichsweise schlank. In Österreich startet der Verkauf gestaffelt. Vorbestellungen beginnen am 16. April, ab 24. April ist das Gerät online erhältlich, Ende April folgt der Verkauf im Handel. Zum Marktstart gibt es Aktionen, darunter Rabatte und Zubehör-Angebote, mit denen Kunden bis zu 1.309 Euro sparen können, so Vivo. Einen offiziellen Preis für das Ultra-Flaggschiff hat Vivo indes noch nicht genannt.