Der Team Stronach-Abgeordnete und Klubobmann-Stellvertreter Georg Vetter fordert den Rückzug von Parteichef Frank Stronach: "Es ist seine Partei, sein Kind, wenn er ihm eine Zukunft geben will, muss er es auslassen", sagte Vetter gegenüber den "Salzburger Nachrichten".
Der Team Stronach-Abgeordnete und Klubobmann-Stellvertreter Georg Vetter fordert den Rückzug von Parteichef Frank Stronach: "Es ist seine Partei, sein Kind, wenn er ihm eine Zukunft geben will, muss er es auslassen", sagte Vetter gegenüber den "Salzburger Nachrichten".
Auch am inhaltlichen Kurs seiner Partei lässt Vetter kein gutes Haar. Schon länger soll es im Team Stronach brodeln, jetzt gibt Vetter den Kritern eine Stimme nach außen. Stronach solle sich auch formal zurückziehen und der Partei die Darlehen in Höhe von und neun bis zehn Mio. Euro erlassen.
"Das Team Stronach (...) leidet an zweierlei: An der historischen Dominanz des Parteigründers und an politischer Inkonsequenz", schrieb nun Vetter offen in einem Gastkommentar für den Blog www.andreas-unterberger.at. "Frank Stronach ist nach wie vor Parteichef und meldet sich sporadisch zu Wort. So kann man auf Dauer nicht reüssieren." Auch stehe der Parteigründer der Demokratisierung der Partei im Weg.
Wenn Team Stronach so weitermache, "ist es überflüssig"
Inhaltlich ist Vetter ebenfalls nicht zufrieden: "Aus Angst, als Milliardärspartei abgestempelt zu werden, läuft der innerparteiliche Mainstream Richtung Boulevard", die Partei agiere populistisch. "Wenn das Team Stronach den sozialdemokratischen Boulevard-Kurs fortsetzt, ist es überflüssig." Wolle Stronach der Partei eine Zukunft geben, müsse er auf das Darlehen verzichten, ein Startkapital zur Verfügung stellen und "sich selbst zurückziehen", fordert Vetter.
Aus der Partei oder dem Nationalrat zurückziehen will er sich wegen seiner Kritik aber nicht, wie Vetter den "SN" sagte.
Erst Anfang Juli meinte Gründer Stonach, er wolle seiner Partei mit Rat und Tat zur Seite stehen. So soll sei "Team" die 10-Prozent-Marke erreichen.
APA/red.