Voest-Chef spricht von Personalabbau

Die voestalpine steckt in einer tiefen Krise - jetzt meldet sich auch Unternehmenschef Wolfgang Eder zu Wort. Im Klub der Wirtschaftspublizisten sprach er Klartext über die geplanten Maßnahmen des Konzerns: Es wäre unseriös, hier etwas auszuschließen. Das könnten sowohl Kurzarbeit als auch Abbaumaßnahmen sein.

5900 Mitarbeiter müssen in Linz in die Kurzarbeit, entlassen wurde bisher noch keiner. Dennoch herrscht im Werk große Unsicherheit unter den Beschäftigten, auch wenn Eder mit einer Stabilisierung des Marktes rechnet: In der zweiten Jahreshälfte 2010 besteht eine gewisse Chance, dass die Konjunktur wieder zu greifen beginnt - das heißt, wir haben noch zwölf bis 18 harte Monate vor uns. Allerdings: Weder eine Verlängerung der Kurzarbeit noch Kündigungen sind vom Tisch. Eder kryptisch: Wir werden im September und Oktober relativ gut abschätzen können, wie sich der Rest des Jahres entwickelt. Je nachdem kann es zu einer nochmaligen Verlängerung der Kurzarbeit, einer Reduzierung, einer Ausweitung oder auch zu Stellenstreichungen kommen.

Zudem versucht die voestalpine momentan, fast 400 Bedienstete über 55 Jahren mit einer Sonderzahlung in die Pension zu locken.Harald Zeilinger

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