Auf einem Übungsflug über der Oststeiermark ist Dienstagmittag ein mit zwei Mann besetztes Schulflugzeug des österreichischen Bundesheeres durch Vogelschlag beschädigt worden. Laut Militärkommando Steiermark gingen sowohl die Frontscheibe des Cockpits, als auch der Schutzhelm eines Flugschülers zu Bruch, der 22-Jährige wurde dabei leicht verletzt.
Der Flieger leitete nach dem Zwischenfall eine Sicherheitslandung ein, die das zweisitzige, propellerturbinengetriebene Schulflugzeug vom Typ Pilatus PC-7 gegen 12.00 Uhr am Flughafen Graz-Thalerhof hinlegte.
Eigentlich hätte die Maschine, die im Rahmen der Pilotenausbildung von Zeltweg aus gestartet war, dorthin wieder zurückkehren sollen, doch infolge des Zwischenfalls wurde der Übungsflug abgebrochen.
Der Flugschüler erlitt wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen an Nase, Lippe und Stirn, als der Vogel seinen Schutzhelm durchschlug. Er wurde ins LKH Graz gebracht. Der zweite Pilot und Fluglehrer blieb unverletzt. Eine Flugunfallkommission wurde eingesetzt.
Die Pilatus PC-7 ist ein zweisitziges, propellerturbinengetriebenes Schulflugzeug. Der Erstflug fand am 12. April 1966 statt. Die Qualitäten des Turboprop-Antriebs für die Pilotenausbildung im Basistraining, Instrumenten-, Kunst- und Nachtflug sowie insbesondere im taktischen Training werden bis heute von Piloten und Ausbildern hoch geschätzt.
Die Pilatus PC-7 wird beim Bundesheer seit 1983 unfallfrei geflogen.