Peinlich, wenn ein bekannter Opernsänger aus der Rolle fällt. Gut für ihn, dass ihn das Medienrecht vor Namensnennung bewahrt. Denn Mittwoch hatte der Bariton (50) eine entsetzliche Premiere.
In Wien stand er wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung, Stalking und Sachbeschädigung vor Richterin Martina Krainz. Hintergrund: das Ende einer Liebe, der auch ein Sohn (10) entstammt. Offenbar verweigert der Sänger den Abgang.
Denn laut Anklage verfolgt er die Ex-Partnerin, eine Kinderärztin, bedrohlich, beharrlich (1.064 Anrufe) und rabiat (blaue Flecken). Der Mann bestreitet jede Gewalt: "Ich wollte immer nur mein Kind sehen." Opferanwältin Kristina Venturini hakt ein: "Das Besuchsrecht ist klar geregelt. Meine Mandantin möchte nur eines: endlich Ruhe." Prozess vertagt.