Welt

Vollgas mit 510-PS – verurteilt zu Mehrfachmord

Ein 23-jähriger Raser aus Deutschland tötete bei einem Unfall mit seinem Wagen zwei Frauen und ein ungeborenes Baby.
22.04.2022, 20:43

"Mit seiner schnellen Fahrweise hat er den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen", sagte der Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer am Freitag vor Gericht. Zu dem unfassbaren Unfall kam es in Brandenburg auf der Bundesstraße 96a, vor knapp neun Monaten, als ein 23-Jähriger Raser einen tödlichen Verkehrsunfall in der Gemeinde Mühlenbecker Land, verursachte. Man nahm ihn noch vor Ostern fest. Sein Fahrstil und die Konsequenzen hinterlassen tiefe Trauer und blankes Entsetzen im Ort.

Völliger Schock- rücksichtlos Leben zerstört

„Mit seiner schnellen Fahrweise hat er "den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen".“

Nach den Ergebnissen der Ermittlungen hat der 23-Jährige sein 510-PS-starkes Auto auf der Bundesstraße maximal! beschleunigt. Zunächst sei ein entgegenkommendes Fahrzeug von dem Raser leicht touchiert worden. Die beiden Insassen blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Also raste er wie verrückt weiter.  Anschließend sei der Fahrer in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn gefahren. Immer noch Vollgas! Dabei kam es zu dem Frontalzusammenstoß.

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„"Zweifacher Mord, versuchter Mord in vier Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen."“

Die Rettungsdienste versuchten Leben zu retten

Frauen im Alter von 32 Jahren und ihre 28 Jährige, im 6. Monat, schwangere Beifahrerin, wurden beim Frontalunfall getötet. Die Rettungsdienste versuchten alles um die Frauen und das ungeborene Baby zu retten, doch es war zu spät. Zwei weitere Insassen des Autos im Alter von 31 und 33 Jahren überlebten trotz schwerer Verletzungen. Doch der Schock sitzt tief.

Tatvorwurf wiegt schwer

Der Tatvorwurf lautet auf zweifachen Mord, versuchten Mord in vier Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen, erklärte der Oberstaatsanwalt. Der 23-Jährige und sein 31 Jahre alter Beifahrer hatten nach dem Unfall sogar versucht zu flüchten. Nach etwa 800 Metern wurden sie gefasst. Der Fahrer war laut Polizei alkoholisiert. Er galt als nicht mehr "fahrtüchtig". Der Fahrer befindet sich in Haft. Der Ermittlungen halten noch an.