Von den Folgen des Heroins

Mit Sickfuckpeople gelingt dem jungen österreichischen Filmemacher Juri Rechinsky ein bedrückendes, ungeschöntes Porträt einer perspektivenlosen Drogenkommune in Odessa. Die authentische Dokumentation zeigt traurige Schicksale zwischen Sucht und Sinnsuche, ab 13. Dezember in den österreichischen Kinos zu sehen.

Mit gelingt dem jungen österreichischen Filmemacher Juri Rechinsky ein bedrückendes, ungeschöntes Porträt einer perspektivenlosen Drogenkommune in Odessa. Die authentische Dokumentation zeigt traurige Schicksale zwischen Sucht und Sinnsuche, ab 13. Dezember in den österreichischen Kinos zu sehen.

 

Zugegeben, "Sickfuckpeople" ist keine leichte Kost: Basierend auf Rechinskys gleichnamiger Kurzdoku zeigt der Film gleich zu Beginn das, was der Titel schon erahnen lässt: kranke, abgewrackte Menschen. Der Filmemacher Rechinsky begleitet eine Gruppe obdachloser Jugendlicher im ukrainischen Odessa, die keinen Platz in der Gesellschaft hat. In einem kleinen Kellerloch zusammengedrängt, besteht ihr ganzer Lebensinhalt im Umgang mit der Nadel. Sie sind Süchtige, benebelt vom Heroin, und ihr Drama ist umso furchtbarer, weil es echt ist.

Kein Mitleid

Zwei Jahre später sind die Jugendlichen dem Kellerloch entwachsen und versuchen verzweifelt, wieder Anschluss an die Gesellschaft zu finden. Die Doku folgt den Schicksalen zweier von ihnen: Ein junger Mann sucht in seinem Heimatort nach der verschollenen Mutter. Eine schwangere Frau lebt mit ihrem Mann auf der Straße und kämpft um die Zukunft ihres Kindes. Statt Hilfe bekommen die beiden aber nur Ablehnung und Hass aus dem Umfeld zu spüren.

Wer sich trotz des schweren Themas auf "Sickfuckpeople" einlässt, wird mit einer kraftvollen Erfahrung belohnt. Und mit Bildern, die noch lange nachwirken.           

"Sickfuckpeople" läuft ab 13. Dezember in den österreichischen Kinos.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen